Überleben auf der Flucht

Sudan 2004

Ärzte ohne Grenzen versorgt mangelernährte Kinder in den meisten Fällen ambulant. Die Mütter erhalten eine kalorienreiche therapeutische Fertignahrung auf der Basis von Milchpulver und Erdnusspaste, die mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien angereichert ist. Diese verabreichen sie ihren Kindern meist mehrere Wochen – solange, bis sich der Ernährungszustand stabilisiert hat. Die Kinder müssen dabei regelmäßig zu Kontrollen ins Ernährungszentrum kommen.

Wenn viele Kinder auf ihren Ernährungszustand hin untersucht werden müssen, benutzen die Mitarbeiter das sogenannte Ernährungsband. Mit diesem Band wird der mittlere Oberarmumfang des Kindes gemessen und so der Grad der Mangelernährung festgestellt. Die Kinder erhalten dann je nach Grad der Mangelernährung eine geeignete Therapie.

Kranke, stark mangelernährte Kinder bleiben zur intensiven Behandlung im Ernährungszentrum, wo sie medizinisch betreut werden und Spezialnahrung erhalten. Da mangelernährte Kinder anfälliger für Infektionskrankheiten sind, werden sie dort zum Beispiel gegen Masern geimpft.

 

Stellen Sie sich vor: Sie sind auf der Flucht und ihre Kinder sind schwer mangelernährt. Kinder sind gegenüber den Entbehrungen während einer Flucht besonders anfällig. Millionen von Kindern sterben jährlich, weil sie nicht genug zu Essen haben.