Überleben auf der Flucht

Mosambik 2000

Wer sich mit Cholera infiziert, muss umgehend in ein isoliertes Cholera-Behandlungszentrum eingewiesen und von den anderen Lagerbewohnern getrennt werden.

Im Cholera-Behandlungszentrum erhalten die Patienten eine spezielle Salzlösung. Die Lösung wird getrunken und bewirkt, dass der Wasserhaushalt im Körper wieder ausgeglichen wird. Allerdings gibt es auch viele Cholerapatienten, die so stark erbrechen, dass sie Infusionen erhalten müssen. Außerdem wird die Kleidung desinfiziert. Im Falle einer Epidemie kann es passieren, dass Hunderte von Patienten in mehreren Zelten behandelt werden müssen. Bei rechtzeitiger Behandlung genesen die Patienten sehr schnell.

Ärzte ohne Grenzen verfügt über so genannte Cholera-Kits, um im Fall einer Cholera-Epidemie schnell reagieren zu können. Mit diesen Kits kann innerhalb von Stunden eine komplette Cholera-Behandlungsstation aufgebaut werden.

Stellen Sie sich vor: Sie sind an Cholera erkrankt. Cholera ist eines der größten Gesundheitsrisiken für Flüchtlinge. Die Erreger werden durch Trinkwasser aufgenommen, das durch Fäkalien verunreinigt ist. Die Cholera-Erreger leben im Darm und verursachen schlimmen Durchfall und Erbrechen. Der Patient verliert extrem viel Flüssigkeit, der Körper trocknet aus (Dehydratation). Ohne Behandlung stirbt etwa die Hälfte der Cholera-Erkrankten an Flüssigkeitsverlust. Eine einfache und vor allem schnelle Behandlung kann jedoch die meisten Betroffenen vor dem Tod bewahren.