Syrien

Syrien: Fünf Mitarbeiter vermisst

Eine Woche, nachdem fünf internationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen am Abend des 2. Januars 2014 aus einem Haus der Organisation im Norden Syriens mitgenommen wurden, tut Ärzte ohne Grenzen weiterhin alles für deren sichere Rückkehr.

Die vermissten Mitarbeiter kommen aus Belgien, Dänemark, Peru, Schweden und der Schweiz. Sie arbeiteten in einem von Ärzte ohne Grenzen betriebenen Krankenhaus, das Basisgesundheitsversorgung für die Betroffenen des Syrienkonflikts leistet.

Während der vergangenen zwei Jahre hat Ärzte ohne Grenzen im Norden Syriens sechs kleine Kliniken und zwei Gesundheitszentren eingerichtet. Die medizinischen Teams haben bislang fast 103.000 Untersuchungen durchgeführt, mehr als 40.000 davon in der Notaufnahme. Die Mitarbeiter behandeln chronische Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck ebenso wie Wunden durch Granatsplitter, Bomben oder Schüsse. Sie nahmen bislang 4.900 chirurgische Eingriffe vor und begleiteten mehr als 1.500 Frauen bei der Entbindung. Außerdem unterstützt Ärzte ohne Grenzen mehr als 80 Gesundheitseinrichtungen in ganz Syrien mit medizinischem Material und Medikamenten. In den Nachbarländern haben Teams der Organisation bislang 264. 000 syrische Flüchtlinge medizinisch untersucht und behandelt.

Ärzte ohne Grenzen weist darauf hin, dass in der aktuellen Situation Diskretion von größter Wichtigkeit ist - insbesondere was persönliche Angaben über die fünf Mitarbeiter betrifft. Dieses Statement ist die einzige offizielle Information von Ärzte ohne Grenzen zu diesem Vorfall. Sämtliche anderen Informationen im Zusammenhang mit diesem Vorfall stammen weder von Ärzte ohne Grenzen noch wurden sie von Ärzte ohne Grenzen bestätigt.

Die sichere und baldige Rückkehr der fünf Mitarbeiter hat zurzeit oberste Priorität. Ärzte ohne Grenzen wird daher im Moment keine weiteren Aussagen zu dem Vorfall machen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Ärzte ohne Grenzen ist eine international tätige medizinische, humanitäre Hilfsorganisation, die unabhängig von politischen oder religiösen Interessen arbeitet. Die Mitarbeiter leisten medizinische Hilfe, die auf den humanitären Prinzipien der medizinischen Ethik und Unparteilichkeit basiert. Ärzte ohne Grenzen finanziert sich überwiegend durch private Spenden und nimmt für die Arbeit in Syrien keinerlei Regierungsgelder an.