Südsudan

Der Konflikt, der riesige Bedarf an medizinischer Hilfe und Mangelernährung

Drei Jahre dauert der Konflikt im jüngsten Staat der Welt an. Die Zivilbevölkerung leidet immens unter den Folgen der Gewalt. Mehr als eine Million Menschen sind vertrieben, und zeitweise erreicht sie humanitärer Hilfe nur schwer oder sie sind davon abgeschnitten. Auch Angriffe auf medizinische Einrichtungen erschwerten den Zugang.  Die Teams von Ärzte ohne Grenzen arbeiten daher mit einem neuen Ansatz: Statt eine stationäre Gesundheitseinrichtung zu betreiben, begleitet ein mobiles Team die Menschen, um sie dort zu unterstützen, wo sie sich gerade befinden. Südsudanesische Mitarbeiter leben und arbeiten in ihren Gemeinden und leisten medizinische Versorgung vor Ort.

Auch Mangelernährung ist eine Folge des Bürgerkrieges

Allein von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres haben wir 257.000 ambulante Konsultationen vorgenommen und 13.500 Patienten – darunter 4.800 Kinder – stationär behandelt. In diesem Zeitraum haben wir auch 80.000 Malaria-Patienten und -Patientinnen sowie 2.225 Menschen wegen Mangelernährung behandelt. Im Januar 2017 haben unsere Teams hohe Mangelernährungsraten unter Kindern in zwei Regionen im Norden des Bezirks Mayendit festgestellt: 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren waren akut mangelernährt, bis zu 8,1 Prozent von ihnen schwer mangelernährt (Die Vereinten Nationen und die südsudanesische Regierung haben im Februar für zwei Distrikte im Norden eine Hungersnot ausgerufen).

Wir haben landesweit 17 Projekte, in denen 300 internationale und 3.000 südsudanesische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten.