Stoppt ACTA

Philipp Frisch, Koordinator der Medikamentenkampagne, spricht bei einer Demonstration gegen ACTA über die schädlichen Auswirkungen des Abkommens auf den Zugang zu Medikamenten.

Europäisches Parlament lehnt ACTA ab

Ärzte ohne Grenzen begrüßt Entscheidung der Abgeordneten

Am Mittwoch, den 04. Juli 2012, hat das Plenum des Europäischen Parlaments über das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA abgelehnt. Bis heute haben europaweit hunderttausende Menschen gegen das Abkommen protestiert.

Ärzte ohne Grenzen hat sich immer wieder gegen das Abkommen ausgesprochen, weil es den Zugang zu und den Handel mit lebenswichtigen Generika erheblich einschränken könnte.

Philipp Frisch

Die Entscheidung des Europäischen Parlaments ist richtig. ACTA hätte den Zugang zu lebenswichtigen Nachahmer-Medikamenten gefährdet. Generika sind lebenswichtige, legale und qualitätsgeprüfte Nachahmermedikamente, auf die Hilfsorganisationen und Patienten in armen Ländern dringend angewiesen sind. ACTA birgt die Gefahr, dass Generika wegen mangelhafter und unpräziser Definitionen wie illegale Fälschungen behandelt werden. Schon heute verdanken Millionen von Menschen ihr Leben der Verfügbarkeit dieser bezahlbaren Präparate. Jede Einschränkung des Handels mit Generika ist daher auch ein direkter Angriff auf das Leben dieser Menschen.