Ärzte ohne Grenzen: Internationale Hilfsorganisation für medizinische Nothilfe

  • Wir leisten medizinische Hilfe,
    wo sie am meisten gebraucht wird. Unsere Teams reagieren schnell, um Menschenleben zu retten: in Konfliktgebieten, nach Naturkatastrophen und beim Ausbruch von Epidemien.

Meldungen

Ärzte ohne Grenzen kritisiert Kriegsparteien im Sudan: Angriffe auf Zivilisten fordern extrem viele Todesopfer

SudanNairobi/Berlin, 29. April 2002. In einem heute veröffentlichten Bericht macht die internationale Organisation Ärzte ohne Grenzen alle Konfliktparteien im Sudan für die hohe Zahl der Todesfälle unter der Zivilbevölkerung in der südwestlichen Provinz Western Upper Nile (WUN) verantwortlich. Seit 1997 hat sich der Konflikt in dieser ölreichen Region intensiviert. Ärzte ohne Grenzen zufolge greifen alle Kriegsfraktionen zunehmend Zivilisten und medizinische Einrichtungen an. Weiterlesen

Angola: Katastrophale humanitäre Situation in neu zugänglichen Gebieten

AngolaKuito/Berlin, 26. April 2002. Nach dem Waffenstillstandsabkommen in Angola Anfang April hat die internationale Organisation Ärzte ohne Grenzen erstmals Zugang zu Gebieten erhalten, die über mehrere Jahre von humanitärer Hilfe abgeschnitten waren. Die Mitarbeiter berichten von Tausenden hungernden und kranken Menschen, die dringend Hilfe benötigen. Jahrelang war den Zivilisten in den 30 von UNITA-Rebellen kontrollierten so genannten "grauen Zonen" der Zugang zu humanitärer Hilfe verwehrt worden. Weiterlesen

Kenia: Arzneimittelknappheit bedroht die Gesundheit von HIV/Aids-Patienten

KeniaBerlin/Nairobi, 16. April 2002. Mitarbeiter zahlreicher Gesundheitszentren in Kenia berichten von regelmäßigen und teilweise lang anhaltenden Ausfällen bei der Lieferung von HIV/Aids -Medikamenten. Es handelt sich dabei um Arzneimittel von pharmazeutische Unternehmen, die erst im vergangenen Jahr die Produktpreise für afrikanische Länder reduziert haben. Die KENYAN COALITION FOR ACCESS TO ESSENTIAL MEDICINES fordert eine schnelle Lösung dieses Problems. Weiterlesen

Tschetschenien: Ärzte ohne Grenzen kritisiert Resolution des Europäischen Parlaments als völlig unzureichend

Berlin/Brüssel, 15. April 2002. Am Mittwoch, den 10. April, beriet das Europäische Parlament über die nach wie vor dramatische Lage in Tschetschenien. In der am gleichen Tag verabschiedeten Resolution werden keine konkreten Forderungen, wie etwa der Ruf nach der Entsendung einer Beobachtermission oder nach einer Anrufung der UN-Menschenrechtskommission, gestellt. Nach Ansicht von Ärzte ohne Grenzen verdeutlicht dies erneut den fehlenden politischen Willen der Europäischen Union, sich für die Menschenrechte in Tschetschenien einzusetzen. Weiterlesen

Konsequenzen aus dem Fall von Srebrenica: Der Schutz der Zivilbevölkerung muss ernst genommen werden

Bosnien und HerzegowinaBerlin/Amsterdam, 10. April 2002. Das Niederländische Institut für Kriegsdokumentation (NIOD) hat heute einen Bericht vorgelegt, der die Rolle des Einsatzes der holländischen Dutchbat-Soldaten<sup>1</sup> in der bosnischen Enklave Srebrenica im Jahr 1995 untersucht. Ärzte ohne Grenzen war als einzige internationale Hilfsorganisation mit einem Team vor Ort, als am 11. Juli 1995 vor den Augen der internationalen Gemeinschaft und in Anwesenheit von 300 holländischen UNPROFOR-Soldaten die damalige bosnische Enklave Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee (BSA) brutal eingenommen wurde. Zehntausende Menschen wurden deportiert und mehr als 7.000 Männer wurden ermordet. Die Organisation fordert eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des Berichts und klare Aussagen darüber, wie in Zukunft der Schutz von bedrohten Zivilisten in Krisenzonen sichergestellt werden soll. Weiterlesen

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