Tschetschenien: Entführter Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen frei

Amsterdam/Berlin, 4. Februar 2001. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erfuhr am heutigen Sonntag aus unabhängigen Quellen, dass ihr Mitarbeiter, der 38-jährige US-Amerikaner Kenneth Gluck, freigelassen wurde. Gluck, der Anfang Januar von unbekannten, bewaffneten Männern in Tschetschenien entführt worden war, befindet sich nun in Sicherheit.

Kenneth Gluck war am 9. Januar in Tschetschenien entführt worden, als er mit einem humanitären Konvoi in der Region von Stary Atagi, ungefähr 40 Kilometer südlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny, unterwegs war. Als Folge der Entführung stellte Ärzte ohne Grenzen alle Projekte in Tschetschenien ein.

In einem kurzen Telefongespräch bestätigte Gluck nachmittags seine Freilassung. Er befindet sich jetzt unter dem Schutz der russischen Behörden. Oberste Priorität ist jetzt für Ärzte ohne Grenzen die sichere Rückkehr Glucks zu seiner Familie.

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00