Tschetschenien: Ärzte ohne Grenzen verurteilt Entführung von IKRK-Mitarbeitern

Berlin/Moskau, 15. November 2002. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verurteilt die Entführung von zwei Mitarbeitern des Komitees vom Internationalen Roten Kreuz (IKRK) aufs Schärfste. Alexander Panov und Moussa Satushiev waren am vergangenen Mittwoch von unbekannten bewaffneten Männern in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny verschleppt worden. Ärzte ohne Grenzen ist schockiert über diesen Vorfall und möchte seine Solidarität mit den Familien der beiden sowie dem IKRK zum Ausdruck bringen.

Ärzte ohne Grenzen ist sehr besorgt über das Schicksal der Entführten und fordert die Täter auf, sie unverzüglich und unversehrt freizulassen.

Die jüngste Entführung der IKRK-Mitarbeiter verdeutlich, wie instabil die Sicherheitslage in der Konfliktregion weiterhin ist und welchen lebensbedrohlichen Risiken die Zivilbevölkerung und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen dort ausgesetzt sind.

Ärzte ohne Grenzen verurteilt die Reihe der Entführungen, die innerhalb der vergangenen Monate in der Kaukasusregion vorgefallen sind. Nina Davidovich, Leiterin der russischen Nichtregierungsorganisation Drzhba, sowie Arjan Erkel, Landeskoordinator der Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Dagestan, wurden ebenfalls im Sommer dieses Jahres von unbekannten bewaffneten Männern entführt und bislang noch nicht freigelassen.

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00