Somalia

Somalia: Drei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bei Zwischenfall getötet

Nairobi/Berlin, 29. Januar 2008. Mit großer Trauer bestätigt Ärzte ohne Grenzen, dass am Montagmorgen drei Mitarbeiter in der somalischen Stadt Kismayo getötet wurden. Der tragische Zwischenfall ereignete sich in der Nähe des Krankenhauses, in dem Ärzte ohne Grenzen arbeitet.

Die Opfer sind ein kenianischer Arzt, ein französischer Logistiker und ein somalischer Fahrer. Der kenianische Chirurg Victor Okumu hatte bereits in mehreren Projekten von Ärzte ohne Grenzen gearbeitet, unter anderem in Darfur und in Sierra Leone. Für den französischen Logistiker Damien Lehalle war es der zweite Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen. Billan war der somalische Fahrer des Teams. Ein weiterer Mitarbeiter wurde leicht verletzt.

Die Körper der Verstorbenen wurden zunächst ins Krankenhaus von Kismayo gebracht und später nach Nairobi geflogen. Das internationale Team wurde ebenfalls nach Nairobi gebracht.

Die genauen Umstände dieses tragischen Zwischenfalls sind noch nicht geklärt. In diesem Moment ist unser wichtigstes Anliegen, für jene zu sorgen, die von der Tragödie am meisten betroffen sind, allen voran die Angehörigen der Opfer.

Ärzte ohne Grenzen wird die drei verstorbenen Mitarbeiter sehr vermissen. Ihren Familien und ihren Freundinnen und Freunden drücken wir aus tiefstem Herzen unser Beileid und unsere Anteilnahme aus.

Ärzte ohne Grenzen eröffnete im September 2007 in Kismayo ein chirurgisches Notprogramm, in dem unter anderem chirurgische Geburtshilfe durchgeführt wird. Die Organisation arbeitet seit mehr als 16 Jahren ohne Unterbrechung in Somalia und leistet derzeit in elf Regionen des Landes medizinische Hilfe. Insgesamt arbeiten mehr als 90 internationale und mehr als 800 nationale Mitarbeiter in Somalia. Sie führen pro Jahr über 300.000 ambulante Konsultationen durch und nehmen rund 10.000 Patienten stationär auf.

Weitere Informationen: Pressestelle, Christiane Löll, 030 - 22 33 77 00