"Notaufnahmen" - eine Fotoausstellung von Ärzte ohne Grenzen

Berlin, 11. Januar 2006. Ab Freitag ist im Bahnhof Friedrichstraße eine Fotoausstellung über die Arbeit der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zu sehen. Die 50 "Notaufnahmen" führen die Bahnhofsbesucher nach Bangladesch, Indonesien, Usbekistan, in die Demokratischen Republik Kongo und den Sudan. Die Ausstellung wird bis zum 26. Januar in Berlin und danach in Mannheim, Dresden, München, Essen und Frankfurt/Main gezeigt.

In den Bahnhöfen werden großformatige Fotografien aus fünf der insgesamt rund 70 Einsatzländer der Organisation ausgestellt: "Die Geschichten, die diese Bilder erzählen, zeugen von Leid und Zuversicht, Not und Hilfe zugleich. Insofern spiegeln sie auf beeindruckende Weise wider, was unsere Mitarbeiter in den Einsatzgebieten jeden Tag erleben", sagt Adrio Bacchetta, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen über die Ausstellung. Ob Malaria in Bangladesch, Vertreibung im Sudan oder das Überleben in Trümmern nach dem Tsunami: die Menschen in diesen Gebieten sind auf medizinische Hilfe angewiesen.

Die Bilder wecken Hoffnung, doch im Hintergrund eines jeden Fotos bleiben die Ursachen der Not präsent. "Diese kann Ärzte ohne Grenzen als Nothilfeorganisation nicht aus dem Weg räumen", so Bacchetta. "Aber wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, darauf aufmerksam zu machen, wenn Menschen brutal vertrieben werden, ihnen medizinische Hilfe verwehrt oder sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt wird. Die Ausstellung ist Teil dieses Anliegens."

Ärzte ohne Grenzen dankt insbesondere den fünf Fotografen: Sebastian Bolesch, Alessandro Cosmelli, Tom Craig, Ron Haviv/VII und Ton Koene für die sehr gute Zusammenarbeit. Dank gebührt auch allen beteiligten Bahnhöfen, ohne deren freundliche Unterstützung diese Ausstellung nicht möglich gewesen wäre.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar auf dem Bahnhof Friedrichstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei. Anschließend werden die "Notaufnahmen" in Mannheim Hbf (29.1. - 11.2.), Dresden-Neustadt (14. - 27.2), München Hbf (3. - 12.3.), Essen Hbf (15. - 24. 3.) und Frankfurt a.M. Hbf (27.3. - 5. 4.) gezeigt.

Bilder sind unter http://www.presseportal.de/bilder abrufbar.

Interviewpartner aus den Einsatzländern können vermittelt werden.
Weitere Informationen: Pressestelle, Stephan Große Rüschkamp, 030 / 22 33 77 00