Irak

Krieg im Irak: Ärzte ohne Grenzen liefert Hilfsgüter nach Bagdad

Amman/Berlin, 26. März 2003. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat in den frühen Morgenstunden zwei Lastwagen mit zehn Tonnen medizinischen Hilfsgütern von Amman nach Bagdad geschickt. Neben Nothilfe-Kits für 300 Operationen liefert die Organisation Medikamente und Nahrungsmittel sowie Materialien zur Wasser- und Sanitärversorgung.

"Ärzte ohne Grenzen hat sowohl die US-geführte Koalition als auch die irakischen Behörden über den Hilfskonvoi informiert. Die Lastwagen sind deutlich als humanitäre Hilfslieferungen gekennzeichnet", sagte Catrin Schulte-Hillen von Ärzte ohne Grenzen in Amman. "Die Lieferung von medizinischem Material gehört zu den üblichen Maßnahmen, die wir in Kriegssituationen ergreifen", so Schulte-Hillen.

Spenden werden dringend erbeten:

Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, Konto: 97 0 97

Derzeit können leider keine Interviews mit den Mitarbeitern in Bagdad vermittelt werden.

Zurzeit befindet sich ein sechsköpfiges Team von Ärzte ohne Grenzen in Bagdad. Die Mitarbeiter kommen aus Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Sudan und Algerien. Darüber hinaus befinden sich Teams in den Nachbarländern Syrien, Jordanien und im Iran.

Seit vergangenem Samstag unterstützt das Team von Ärzte ohne Grenzen in der irakischen Hauptstadt Bagdad das Personal des 250-Betten Krankenhauses "Al Kindi" im Nordosten der Stadt. Ein Chirurg, ein Anästhesist sowie ein Notfallmediziner werden den irakischen Kollegen auch in den kommenden Tagen zur Seite stehen, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Darüber hinaus hat die Organisation medizinisches Material zur chirurgischen Behandlung von Verletzten zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00