Irak

Irak: Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen sind frei

Brüssel/Paris/Berlin, 11. April 2003. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist glücklich und erleichtert über die Freilassung ihrer beiden Mitarbeiter, die seit 2. April in Bagdad vermisst waren und über deren Verbleib es keine Informationen gab.

Die Mitarbeiter François Calas und Ibrahim Younis konnten am Freitag, den 11. April, telefonisch mit den Büros von Ärzte ohne Grenzen in Paris und Brüssel Kontakt aufnehmen. Nachdem sie neun Tage lang festgehalten wurden, sind sie erschöpft, aber wohlauf. Sie werden zunächst in Bagdad bleiben und dort die verbliebenen vier Mitarbeiter ihres Teams treffen.

Neben der Freude über die Freilassung der Mitarbeiter in Bagdad ist Ärzte ohne Grenzen weiterhin besorgt über das Schicksal von Arjan Erkel, der am 12. August 2002 in Dagestan entführt wurde. Bisher gibt es keine Nachrichten über den Verbleib des Projektleiters.

Zurzeit liegen keine weiteren Informationen zum Irak vor.

François Calas, der 43-jährige Projektleiter in Bagdad, und Ibrahim Younis, ein 31 Jahre alter Logistiker sudanesischer Herkunft, hatten während der Bombardierungen als Teil eines sechsköpfigen Teams das medizinische Personal des Al-Kindi-Krankenhauses im Nordosten Bagdads unterstützt.

Pressestelle: Kattrin Lempp, Tel: 030-22 33 77 00