Doris Dörrie eröffnet "Flüchtlingslager" in München - "Überleben auf der Flucht": Eine Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen

München, 20. Juli 2005. Die Autorin und Regisseurin Doris Dörrie hat am Mittwoch auf dem Odeonsplatz die Ausstellung "Überleben auf der Flucht" der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eröffnet. Das nachgebaute Flüchtlingslager soll Erwachsenen und Kindern zeigen, unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vertriebene weltweit leben. Die Ausstellung unter freiem Himmel wird nach München auch in Augsburg, Berlin und Münster zu sehen sein.

"In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es oft schwer, sich vorzustellen, wie Flüchtlinge in vielen Ländern leben. Diese Ausstellung schärft den Blick dafür, mit wie wenig Menschen überleben müssen, die weltweit vor Krieg und Gewalt fliehen", sagte Doris Dörrie, Schirmherrin der Ausstellung, bei der Eröffnung." Nach Angaben des US-Flüchtlingskomitees sind rund 35 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.

Das Flüchtlingslager ist bis zum 23. Juli auf dem Odeonsplatz in München zu sehen. Am Abend des 21. Juli können sich Interessierte zudem über die Voraussetzungen für eine Projektmitarbeit informieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Klinikum der Universität München, Hörsaal Nr. 194, 1.Stock, Ziemssenstraße 1.

Beim Gang durch die Ausstellung können die Besucher sehen, wie typische Unterkünfte für Flüchtlinge aussehen, wie die Wasserversorgung funktioniert, wie unterernährte Kinder in einem Ernährungszentrum versorgt und Cholera-Patienten behandelt werden. Erfahrene Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bieten Führungen an und berichten von ihren Einsätzen. Fotos, Videos und Informationsstände geben zudem Einblick in die Arbeit der Organisation. Der Eintritt ist frei.

Die nächsten Stationen der Ausstellung sind: 25.- 28. Juli in Augsburg, 9.- 13. August in Berlin und 22. - 26. August in Münster.

Weitere Informationen: Pressestelle, Petra Meyer, Christiane Löll , Tel: 030-22 33 77 00