Doris Dörrie eröffnet Ausstellung in Berlin "Unbezahlbar krank. Gesundheit - ein Menschenrecht?"

Berlin, 7. September 2001. Die Autorin und Regisseurin Doris Dörrie hat am Freitag in Berlin eine Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen eröffnet, die auf den mangelnden Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten aufmerksam macht. Jährlich sterben etwa 17 Millionen Menschen an behandelbaren Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria oder Schlafkrankheit, weil Medikamente fehlen oder für die Betroffenen in ärmeren Ländern unerschwinglich sind. Die Wanderausstellung tourt im September durch acht deutsche Städte (Berlin, Erfurt, Dresden, München, Nürnberg, Augsburg, Stuttgart, Ulm).

Die Ausstellung wird in einem 14 Meter langen Lkw gezeigt. Der Besucher wird dabei eingeladen, in die Rolle eines fiktiven Patienten zu schlüpfen und sich über die wichtigsten Infektionskrankheiten und die Probleme bei ihrer Behandlung zu informieren. "Eine beeindruckende Ausstellung", so Dörrie, "die es schafft, den Besucher in die Situation eines Patienten zu versetzen und ihn nachempfinden lässt, was es bedeutet, aus finanziellen Gründen nicht behandelt werden zu können."

Die Wanderausstellung ist Teil der Kampagne "Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten". Ärzte ohne Grenzen tritt dafür ein, dass wichtige Arzneimittel in ärmeren Ländern kostengünstiger verkauft werden und mehr Geld in die Forschung und Entwicklung von Tropenkrankheiten gesteckt wird.

"Als ich gebeten wurde, die Schirmherrschaft für diese Ausstellung zu übernehmen, habe ich sofort zugesagt. Es ist ein Skandal, dass die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen immer wieder Menschen zum Sterben nach Hause schicken müssen, obwohl sie eigentlich behandelt werden könnten - und dies nur, weil ihnen die notwendigen Medikamente fehlen", sagte Doris Dörrie. Die Regisseurin unterstützt auch die Online-Unterschriftenaktion, mit der Ärzte ohne Grenzen die Bundesregierung auffordert, sich weltweit für den Zugang zu Medikamenten und das Recht auf Gesundheitsversorgung für alle Menschen einzusetzen (www.aerzte-ohne-grenzen.de).

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle,

Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00