Demokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo: Verdacht auf hämorrhagisches Fieber - Ärzte ohne Grenzen untersucht Ausbruch

Berlin, 7. Dezember 2001. Die internationale medizinische Organisation Ärzte ohne Grenzen untersucht einen möglichen Ausbruch von hämorrhagischem Fieber in der Demokratischen Republik Kongo. In der westlichen Provinz Kasai wurden 30 Infektionen festgestellt, von diesen Patienten sind bereits 17 verstorben. Ein weiterer Fall wurde aus dem Nordosten des Landes, in der Region Watsa, gemeldet.

Schon 1995 und 1999 bekämpfte Ärzte ohne Grenzen den Ausbruch von Ebola und Marburg-Virus in der Demokratischen Republik Kongo. Damals lag der Schwerpunkt von Ärzte ohne Grenzen darauf, möglichst früh neue Fälle aufzuspüren und die Infizierten zu isolieren. Darüber hinaus hat die Organisation die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten über die Krankheit aufgeklärt und nationales Gesundheitspersonal geschult, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Mitarbeiter des kongolesischen Gesundheitsministeriums, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von Ärzte ohne Grenzen haben ein sechsköpfiges Team gebildet, um festzustellen, um welches Virus es sich handelt. Das Team ist bereits in die Provinz Kasai aufgebrochen.

Hämorrhagisches Fieber wird durch verschiedene Viren ausgelöst, die zu Krankheiten wie beispielsweise Ebola, Gelbfieber oder Marburg-Virus führen. Derzeit ist noch unklar, welches Virus den neuen Ausbruch verursacht hat. Hämorrhagisches Fieber geht mit gefährlichen inneren Blutungen einher, die meist tödlich enden.

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Petra Meyer, Beate Wagner, Tel.: 030-22 33 77 00