Demokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo: Ärzte ohne Grenzen fordert sofortige Freilassung der zwei entführten Mitarbeiter

Berlin/Genf, 6. Juni 2005. In der nordöstlichen Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo wurden am 2. Juni 2005 zwei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen entführt. Die medizinische Nothilfeorganisation verlangt mit Nachdruck die bedingungslose Freilassung der beiden Kollegen.

Die beiden Mitarbeiter, die in der Umgebung von Gina, nördlich der Provinzhauptstadt Bunia gekidnappt wurden, befinden sich noch immer in der Gewalt ihrer Entführer. Ärzte ohne Grenzen verlangt ihre sofortige Freilassung. Zudem fordert die Organisation alle Konfliktparteien der umkämpften Region eindringlich dazu auf, nichts zu unternehmen, was das Leben der beiden Mitarbeiter gefährden könnte.

Ärzte ohne Grenzen erinnert daran, dass die Teams der unabhängigen Organisation ihre Arbeit in Ituri stets unter Wahrung von Neutralität und Unparteilichkeit durchgeführt haben. "Ärzte ohne Grenzen verfolgt in der Demokratischen Republik Kongo einzig das Ziel, der Bevölkerung ohne jegliche Diskriminierung beizustehen", so Christian Captier, Geschäftsführer der betroffenen Schweizer Sektion von Ärzte ohne Grenzen.

Die Organisation leistet der Bevölkerung in Ituri seit zwei Jahren Hilfe. In Anbetracht der aktuellen Situation hat Ärzte ohne Grenzen entschieden, alle Aktivitäten außerhalb von Bunia einzustellen. Im Krankenhaus "Bon Marché" halten die Mitarbeiter der Organisation die medizinische Hilfe für Kranke und Verletzte allerdings aufrecht.

Ärzte ohne Grenzen leistet in Ituri medizinische Nothilfe für alle Bevölkerungsgruppen, ohne Diskriminierung und ungeachtet ihrer ethnischen oder religiösen Herkunft. Die Organisation arbeitet völlig unabhängig von jeglichen politischen oder militärischen Gruppierungen.

Weitere Informationen: Pressestelle, Petra Meyer, 030 / 22 33 77 00