Ausstellungseröffnung von Ärzte ohne Grenzen - Gedeon Burkhard ist Schirmherr von "Überleben auf der Flucht"

Saarbrücken, 10. Juni 2011. Die medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eröffnet heute auf dem Landwehrplatz in Saarbrücken die Ausstellung "Überleben auf der Flucht". Das nachgebaute Flüchtlingslager zeigt, unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vertriebene weltweit leben und wie Ärzte ohne Grenzen in Flüchtlingslagern arbeitet. Die Ausstellung wird nach Saarbrücken in Leipzig zu sehen sein. Die Schirmherrschaft hat dieses Jahr der Schauspieler Gedeon Burkhard übernommen.

"Leider reißt der Strom der Flüchtlinge nicht ab. Allein der Krieg in Libyen und die neuen Kämpfe im Sudan haben in den vergangenen Wochen Hunderttausende in die Flucht getrieben", sagt Dr. Tankred Stöbe, Präsident von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. "Unsere Ausstellung zeigt, unter welch schwierigen Bedingungen diese Menschen leben. Unsere Mitarbeiter erzählen aus eigener Erfahrung, wie den Flüchtlingen geholfen werden kann."

Rund 43 Millionen Menschen sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) auf der Flucht. "Angesichts der zahlreichen Kriege und Krisen ist die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in den Flüchtlingslagern der Welt sehr wichtig", erklärt Schirmherr Gedeon Burkhard. "Mich beeindruckt besonders der persönliche Einsatz der Mitarbeiter, die für einige Monate auf viele Annehmlichkeiten verzichten, um unter schwierigen Bedingungen Menschen in Not Hilfe zu leisten."

Allein aus Libyen sind seit Ausbruch des Krieges etwa 750.000 Menschen geflohen. Viele Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben in Lagern an der tunesischen Grenze. "Es gibt enorm viele Probleme im Alltag eines Flüchtlings in einem Lager. Es ist zwar ein erster Zufluchtsort, aber wenn Menschen länger in einem Lager leben, müssen viele Probleme von der Nahrungsmittelversorgung bis hin zu Toiletten gelöst werden", betont Stöbe. "Zudem sind Menschen in Flüchtlingslagern oft besonders anfällig für Krankheiten."

Besucher der Ausstellung erfahren etwa, wie Unterkünfte in Flüchtlingslagern aussehen und wie die Wasserversorgung funktioniert, wie mangelernährte Kinder in einem Ernährungszentrum versorgt und Cholera-Patienten behandelt werden. Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bieten Führungen an und berichten von ihren Erfahrungen. Fotos, Videos und Informationsstände geben zusätzlich Einblick in die Arbeit der Organisation.

Das Flüchtlingslager ist bis zum 20. Juni auf dem Landwehrplatz täglich von 10 bis 20 Uhr zu sehen. Vom 25. Juni bis 4. Juli macht die Ausstellung in Leipzig Station. Der Eintritt ist frei. Nach Voranmeldung werden für Gruppen Führungen organisiert.