Ärzte ohne Grenzen fordert bedingungslose Freilassung von Arjan Erkel - Büros der Organisation in Dagestan bleiben geöffnet - Aktivitäten sind weiterhin eingestellt

Genf/Berlin, 19. August 2002. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist äußerst besorgt über das Schicksal ihres seit vergangenem Montag entführten Mitarbeiters. Die Organisation fordert die bisher unbekannten Täter auf, Arjan Erkel bedingungslos freizulassen. Ärzte ohne Grenzen musste infolge der Entführung seine Projekte in der russischen Republik Dagestan einstellen, die Büros in Makhachkala and Khazaviurt bleiben jedoch geöffnet.

Vor der Entführung von Arjan Erkel leistete Ärzte ohne Grenzen Hilfe für Tausende von Vertriebenen sowohl in Dagestan als auch in Inguschetien. In Dagestan lieferte Ärzte ohne Grenzen Medikamente und medizinische Ausrüstung an mehrere Gesundheitseinrichtungen in den Distrikten Tsumada, Botlikh, Novolak und Khazaviurt. Mit mobilen Kliniken, die die Organisation in der gesamten Region betrieben hat, konnte der Zugang zur Gesundheitsversorgung für über 50.000 Menschen verbessert werden.

Der 32-jährige Niederländer Arjan Erkel war bis zu seiner Entführung am 12. August als Landeskoordinator für Dagestan tätig. Die Organisation hat seit diesem Tag keine Nachricht über seinen Verbleib erhalten und ist äußerst besorgt über sein Schicksal. Während die Büros von Ärzte ohne Grenzen in Makchachkala und Khazaviurt weiterhin geöffnet bleiben, wurden die Hilfsprojekte eingestellt.

Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00