Palästinensische Autonomiegebiete

Gazastreifen: Ärzte ohne Grenzen derzeit mit vier Notfallteams in drei Kliniken im Einsatz

Wie schon 2014 mussten unsere Teams erneut einen massiven Andrang Verletzter versorgen.

Ärzte ohne Grenzen ist derzeit mit vier chirurgischen Notfallteams in drei Kliniken im Gazastreifen im Einsatz. Am gestrigen Montag nahmen diese Teams mehr als 30 chirurgische Eingriffe vor. „Manchmal waren zwei oder drei Patienten gleichzeitig im Operationssaal, manche lagen auch in den Gängen“, sagt Marie-Elisabeth Ingres, zuständig für die Projekte von Ärzte ohne Grenzen in den palästinensischen Autonomiegebieten. Der Großteil der Verwundeten werde lebenslang an den Folgen der Verletzungen leiden.

„In einem der Krankenhäuser, in denen wir tätig sind, ist die Situation ähnlich chaotisch wie nach den Bombardierungen während des Krieges im Jahr 2014, als ein massiver Andrang von Verletzten innerhalb weniger Stunden das medizinische Personal überwältigte“, sagt Ingres.

Zwei Teams von Ärzte ohne Grenzen waren in der Klinik Al-Aksa in Deir Al-Balah, jeweils eines im Al-Auda-Krankenhaus in Beit Lahja und im Al-Nadschah-Krankenhaus in Rafah. Außerdem wurden medizinische Hilfsmittel an zwei Krankenhäuser gespendet. Darüber hinaus betreibt die Hilfsorganisation weiterhin vier Kliniken für postoperative Behandlung, in denen Verwundete nachversorgt werden.