Vorstand & Aufsichtsrat

Die deutsche Sektion von Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen wurde 1993 als gemeinnütziger Verein gegründet, deren höchstes Organ die Mitgliederversammlung ist. Diese tagt einmal jährlich. Sie wählt und entlastet den Vorstand, nimmt den Jahresbericht des Vorstands entgegen und kann zudem Änderungen der Vereinssatzung beschließen. Die Mitgliederversammlung besteht aus 510 ordentlichen Mitgliedern. Zudem zählt der Verein 8.232 Fördermitglieder ohne Antrags- und Stimmrecht (Mai 2016).

Der Vorstand tagt mindestens sechsmal pro Jahr. Er ist für die strategische Ausrichtung des Vereins und die Umsetzung der Satzung von Ärzte ohne Grenzen zuständig. Der Vorstand nimmt das Jahresbudget an, erstellt den Jahresbericht und entscheidet über die Aufnahme und den Ausschluss von Vereinsmitgliedern. Zur Koordination und Steuerung der laufenden Geschäfte bestellt er eine hauptamtliche Geschäftsführung. Diese stellt gemeinsam mit den Abteilungsleitern und Abteilungsleiterinnen die Jahresplanung inklusive Budget- und Personalplanung auf, setzt diese um und berichtet regelmäßig an den Vorstand.

Auf der Mitgliederversammlung 2012 wurde per Satzungsänderung die Bildung eines unabhängigen, ehrenamtlichen Aufsichtsrats beschlossen. Dieser wurde erstmals von den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung 2013 gewählt. Der Aufsichtsrat dient der besseren Kontrolle des Vorstands und einer klaren Trennung von Leitung und Aufsicht.

Vorstand

Aufsichtsrat

  • Dr. Stefan Krieger
  • Rudolf Gallist
  • Rudolf Krämer

Deutscher Vorstand in Gremien des internationalen Netzwerks

  • Ärzte ohne Grenzen ist heute ein weltweites Netzwerk aus 24 nationalen bzw. regionalen Mitgliedsverbänden. Diese sind durch eine gemeinsame Charta verbunden. Das höchste Organ des Netzwerkes ist die „Internationale Generalversammlung (International General Assembly, IGA). Sie besteht aus Vertretern der 24 Mitgliedsverbände sowie dem internationalen Präsidenten und tagt einmal jährlich. Der Vorstand der deutschen Sektion ist mit zwei stimmberechtigen Mitgliedern im IGA vertreten. Die IGA legt die Vision und die übergeordnete Strategie von Ärzte ohne Grenzen fest. Zudem stellt sie sicher, dass die Grundwerte der Organisation bewahrt werden. Dabei sind die Beschlüsse der IGA für die Mitgliedsverbände bindend.
  • Die deutsche Sektion ist auch Teil des operationalen Zentrums Amsterdam (OCA). Es ist eines von fünf operationalen Zentren, in denen die Sektionen des internationalen Netzwerkes zusammenarbeiten. Das OCA wird durch die deutsche, britische und niederländische Sektion gebildet. Die kanadische, schwedische und South-Asian-Region-Association Sektionen haben eine beratende Funktion inne. Höchstes Gremium des OCA ist das OCA-Council, der für strategische Fragen, die Qualität der Hilfsprojekte und das Risikomanagement zuständig ist. Der deutsche Vorstand entsendet zwei stimmberechtigte Mitglieder in das OCA-Council.
  • Die deutsche Sektion ist über das OCA hinaus Partner des Operationalen Zentrums Genf (OCG) und entsendet einen stimmberechtigten Vertreter des Vorstands in dessen höchstes Organ, den OCG-Congress. Zudem beteiligt sie sich auch an Projekten von anderen operationalen Zentren, indem sie dieses finanziell und personell unterstützt.