Mittelherkunft und Mittelverwendung 2016

Eine sparsame, durchschaubare und zweckgerichtete Verwendung der Spenden bescheinigt uns das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI). Wir räumen jedem Spender das Recht ein, unseren Finanzbericht einzusehen und veröffentlichen ihn in unserem Jahresbericht und auf unserer Website. Die Prüfung unseres Jahresabschlusses erfolgt durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. (Die Daten von 2017 finden Sie ab Sommer 2018 hier).

Verteilung der Ausgaben von 142,5 Mio Euro:

Insgesamt werden 128,9 Millionen Euro für satzungsgemäße Zwecke ausgegeben. Das sind rund 90,5 Prozent aller Ausgaben im Jahr 2016. 126,8 Millionen Euro flossen in die medizinische Nothilfe in 43 Ländern sowie in Projekte entlang der Flüchtlingsrouten nach und in Europa. Dazu gehört auch die Steuerung und Betreuung der Projekte sowie die Förderung und Implementierung von neuen wirksamen und bezahlbaren Medikamenten. Die größten Summen gehen in Länder mit lang anhaltenden Krisen wie die D.R. Kongo (15,6 Mio), in den Jemen (11,6 Mio) und den Südsudan (7,7 Mio). 2,1 Millionen Euro werden für Témoignage aufgewendet.

Im Jahr 2016 betragen die Ausgaben für die allgemeine Verwaltung und die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit 3,0 Millionen Euro und damit 2,1 Prozent der Gesamtausgaben. Es handelt sich dabei um die Kosten für die Personal- und Finanzverwaltung, den Vorstand, die Geschäftsführung, Teile des Internetauftritts und des Jahresberichts sowie für das Sekretariat. Dazu gehören auch die anteiligen Kosten für das internationale Büro des Netzwerks von Ärzte ohne Grenzen in Genf.

7,4 Prozent der gesamten Ausgaben werden im Jahr 2016 für den Bereich Spendenwerbung und -verwaltung aufgewendet. Sie machen in der Summe 10,6 Millionen Euro aus. In der Spendenabteilung betreuen wir unsere bereits bestehenden Spenderinnen und Spender, indem wir sie über die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen informieren und gleichzeitig um weitere Spenden bitten. Dies geschieht vor allem mit dem Spendermagazin AKUT, das dreimal im Jahr erscheint. Die Hälfte der Kosten für das Magazin wird dem Bereich Témoignage zugerechnet. Außerdem werben wir neue Spenderinnen und Spender, die die medizinische Nothilfe von Ärzte ohne Grenzen unterstützen. Dies geschieht zum Beispiel durch Spenderbriefe und Standwerbung auf der Straße.

Zusammensetzung der Einnahmen von 142,2 Mio Euro:

Die Einnahmen aus privaten Spenden und Zuwendungen lagen mit 132,8 Millionen Euro um 16,2 Millionen Euro über dem Ergebnis des Jahres 2015. Die Anzahl der Spender ist mit 587.891 im Vergleich zum Vorjahr fast um 49.000 gestiegen.

Private Spenden und Zuwendungen

Zu den privaten Spenden und Zuwendungen zählen alle Spenden, Mitgliedsbeiträge, Erbschaften und Bußgelder von Privatpersonen, Zuwendungen von Stiftungen und Firmen sowie Firmenkooperationen.

Öffentliche Fördermittel

Das Auswärtige Amt unterstützte die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2016 mit insgesamt 4,0 Millionen Euro. Das Geld ging erneut ausschließlich an Projekte in Afrika – in die D.R. Kongo, in den Niger, nach Nigeria, in den Südsudan und in den Tschad. Im Juni 2016 hat das internationale Netzwerk von Ärzte ohne Grenzen entschieden, keine Gelder mehr von der EU oder deren Mitgliedsstaaten zu beantragen. Dieser Anteil entfällt ab 2017.

Übrige Erträge

Zu den übrigen Erträgen (5,4 Millionen Euro) zählen vor allem Einnahmen Kostenerstattungen.

Jahresbericht

Unsere Jahresberichte informieren Sie ausführlich über die Aktivitäten und Projekte von Ärzte ohne Grenzen. Hier können Sie sich die Berichte ab dem Veröffentlichungsjahr 1997 als PDF-Datei ansehen bzw. herunterladen.
 
Den International Financial Report finden Sie auf der auf der internationalen Website der Organisation.