Wer bekommt den Impfstoff?

Wir beobachten immer wieder, dass lebensnotwendige Medikamente oder Impfstoffe nicht nach dem größten Bedarf verteilt werden sondern nach dem größten Geldbeutel.

Im November 2020 war es endlich so weit: Unter Hochdruck hatten Forscher*innen und Pharma-Unternehmen seit Beginn der Pandemie an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Sars-Cov-2-Virus gearbeitet. Wohl kaum einem medizinischen Forschungsprojekt fieberten so viele Menschen entgegen, wie diesem Impfstoff. Nun haben gleich mehrere Pharma-Firmen vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht.

Doch für Millionen Menschen auf der Welt folgte rasch die Ernüchterung: Wenige reiche Industrieländer haben sich vertraglich bereits die ersten Produktionsmargen der noch nicht zugelassenen Impfstoffe gesichert. Welche Art der Verteilung fairer wäre und was der Alleingang einzelner, mächtiger Staaten für die Menschen in ärmeren Ländern und für die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen bedeutet, besprechen wir in dieser Podcastfolge mit Lara Dovifat.

Anlässlich des 20. Jubiläums unserer Arbeit für besseren Zugang zu Medikamenten ist eine (englische) Dokumentation entstanden, in der auch die Geschichte unserer Patientin Phumeza Tisile erzählt wird, von der Lara Dovifat im Podcast berichtet.

 

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Lara Dovifat hat 2012 als Studentin begonnen, für die Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten, hat sich in Südafrika für die Einführung neuer Tuberkulose-Medikamente eingesetzt und im deutschen Büro von Ärzte ohne Grenzen mehrere Jahre als Referentin für politische Angelegenheiten gearbeitet. Seit 2019 ist sie Kampagnenmanagerin und koordiniert internationale Aktionen von Ärzte ohne Grenzen zur Senkung von Preisen von und zur Verbesserung des Zugangs zu Impfstoffen, Diagnostika und Medikamenten.

 

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