Mitarbeiterinnenporträt: Jamaine Wetzel, Personal- und Finanzmanagerin

Eine der vielen schönen Seiten ihres Einsatzes: Am Welt-Tuberkulose-Tag bekam Jamaine Wetzel Luftballons von ihrem Team.
ManagerInnen für Personal, Finanzen und Administration im Projekt

Kurzprofil

Einsatzland: Afghanistan
Alter: 31

Letzte Arbeitsstelle in Deutschland

International Office 'Die Brücke' der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ich habe dort die Veranstaltungen für ausländische Vollzeitstudent*innen organisiert und ein kleines Café betreut.

Ausbildung:

Veranstaltungskauffrau

Projekte mit Ärzte ohne Grenzen:

2019 Afghanistan

Sprachkenntnisse:

Deutsch und Englisch fließend, Französisch lerne ich und habe ca. ein A2-Niveau.

Ein Buch, das mich während meines letzten Einsatzes begleitet hat:

„Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. 

Musik, die ich gehört habe:

Einmal wollten meine Mitarbeiter*innen deutsche Musik hören. Aus Spaß habe ich ihnen deutsche Schlager vorgespielt… Danach kam ich aus der Sache nicht mehr raus :-D

Wie sah dein Berufsalltag im letzten Projekt mit Ärzte ohne Grenzen aus?

Ich war als Personal- und Finanzmanagerin in Kandahar, Afghanistan. Ärzte ohne Grenzen betreibt dort ein Tuberkulose-Projekt mit ca. 150 Mitarbeiter*innen. 
Als Personal- und Finanzmanagerin war ich für alle administrativen sowie personal- und finanzrelevanten Aufgaben zuständig. Ich führte Vorstellungsgespräche, machte die jährliche Budgetplanung, habe aber auch Ankünfte und Abreisen von internationalen Mitarbeiter*innen administrativ koordiniert.
Die Arbeit war aufgrund der gut ausgebildeten und hoch motivierten vor Ort angestellten Mitarbeiter*innen sehr angenehm und hat Spaß gemacht. Die unglaubliche Geduld und Freundlichkeit des Teams trug immer zu einer sehr guten und entspannten Arbeitsatmosphäre bei. 

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Viel Sport und Yoga. Wir haben aber auch viele Teamaktivitäten gemacht, wie Spiel- und Filmabende, gemeinsames Kochen oder Grillen. Ab und zu gab es auch einen Beautytag.

Was hast du am meisten geschätzt während deines letzten Projektaufenthalts?

Die angenehmen Lebensbedingungen und die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen vor Ort. Ein absolutes Plus war, dass meine Wäsche gewaschen und ich zweimal täglich mit warmem und leckerem Essen versorgt wurde. Und nicht zu vergessen: unser wunderschöner Garten.

Was hat dir am meisten von Zuhause gefehlt?

Spaziergänge und spontane Ausflüge mit Freund*innen.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

In weiteren Projekten von Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten.

Was ist die schönste Erinnerung an die Projektarbeit?

Ich erinnere mich besonders an den Moment, als mich einer meiner direkten Mitarbeiter fragte, ob ich bei der Morgenbesprechung unseres Teams die Geburt seiner Tochter verkünden wolle. Und die Karte und die Süßigkeiten, die ich am Weltfrauentag auf meinem Schreibtisch vorfand!