Mitarbeiterinnenporträt: Juliane Fürst, Logistikerin

Juliane Fürst (links im Bild) mit Kolleginnen im Nord-Irak
Logistik Administration

Kurzprofil

Einsatzland: Irak
Alter: 48

Letzte Arbeitsstelle in Deutschland:

Technische Redakteurin bei Kamag Transporttechnik GmbH in Ulm

Ausbildung:

Informationselektronikerin und Fremdsprachenkorrespondentin

Projekte mit Ärzte ohne Grenzen:

2015 in Pakistan

2016 in Kenia

2016 in Jemen

2017 in Nord-Irak

Sprachkenntnisse:

Englisch, Spanisch, Portugiesisch

Ein Buch, das mich während meines letzten Einsatzes begleitet hat:

„In eisige Höhen“ von Jon Krakauer

Musik, die ich gehört habe:

Alles, was die Sammlung hergab: Linking Park, 3 Doors Down, Bryan Adams, Bon Jovi und vieles mehr. Und mein lokales Radio SWR3 über eine App. So konnte ich meiner Heimat nah bleiben und mich immer darüber informieren, was gerade so los ist.

Wie sah dein Berufsalltag im letzten Projekt mit Ärzte ohne Grenzen aus?

Ich habe in einem Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen den Logistik-Bereich geleitet. Um 8 Uhr war Arbeitsbeginn und um 8.30 Logistik Besprechung. Die Teamleiterinnen und Teamleiter haben besprochen, was am Vortag geschafft wurde und was am kommenden Tag gemacht werden musste. Nach rund einer Stunde Besprechung gingen die anderen los, um den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Aufgaben zu geben. Ich habe mich derweil um die Emails kümmern und an Besprechungen mit dem Projektleiter und dem medizinischen Personal teilgenommen.

Zwischen den Meetings habe ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gespräche geführt. Es war mir sehr wichtig, in engem Austausch mit ihnen zu stehen. Immer wieder habe ich zudem einen Rundgang durch das Krankenhaus gemacht und geschaut, ob alles gut läuft.

Nach einer kleinen erholsamen Mittagspause, verlief der Nachmittag ähnlich wie der Vormittag. Die nationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten um 17 Uhr Feierabend, und ich habe meistens bis spät in die Abendstunden noch am Computer gearbeitet. Bei Taschenlampenlicht und in Begleitung eines Wachmanns ging ich dann zurück in unsere Unterkunft, wo das Abendessen wartete. Im Haus saßen wir zusammen und haben über unser Tagesgeschehen gesprochen. Teilweise wurden Spiele gespielt, Shisha geraucht, Tischtennis gespielt oder einfach nur geredet.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Musik gehört, Filme geschaut, Soziale Netzwerke besucht und mich mit Freunden ausgetauscht, gelesen, wenn es die Zeit und der Kopf zuließen.

Was hast du am meisten geschätzt während deines letzten Projektaufenthalts?

Mit den nationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenzuarbeiten und deren Mentalität kennenzulernen.

Was hat dir am meisten von Zuhause gefehlt?

Eigentlich nichts.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Weitere Einsätze mit Ärzte ohne Grenzen machen.

Was ist die schönste Erinnerung an die Projektarbeit?

Die Nähe zu den nationalen Mitarbeitern und lustige Abende mit den internationalen Kolleginnen und Kollegen.