Memento Preis für vernachlässigte Krankheiten

Viele Krankheiten, die überwiegend Menschen in ärmeren Ländern betreffen, sind nicht ausreichend erforscht. Diagnostika, Medikamente und Impfstoffe für Krankheiten wie Tuberkulose, Schlafkrankheit oder Chagas sind entweder veraltet, ungeeignet für den Einsatz in strukturschwachen Gebieten oder gar nicht erst vorhanden. Das liegt vor allem daran, dass die Erforschung dieser Krankheiten für die Pharmaindustrie nicht lukrativ ist, da in erster Linie Menschen davon betroffen sind, die sich teure Medikamente nicht leisten können.
 
Um auf diese Missstände hinzuweisen und um Personen auszuzeichnen, die sich mit ihrer Arbeit herausragend für die dringend notwendige Forschung und Entwicklung an vernachlässigten Krankheiten einsetzen oder dazu beitragen, das Thema einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen, rief das Initiatorenbündnis aus Ärzte ohne Grenzen e.V., BUKO Pharma–Kampagne und der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) im Jahr 2014 den Memento-Preis ins Leben. Seit 2015 gehört auch Brot für die Welt dem Memento-Bündnis an.
 
Im Februar 2016 wird der Memento Preis in den Kategorien „Forschung und Entwicklung“ und „Journalismus“ vergeben und würdigt somit herausragendes Engagement im Bereich der deutschen Forschung und Entwicklung an vernachlässigten Krankheiten sowie herausragende Berichterstattung zum Thema.
 
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gibt es hier.