Masern

Mit Masern-Impfkampagnen versuchen wir, den Ausbruch der ansteckenden Krankheit zu verhindern. Mehr Infos zur Ansteckung und Behandlung erfahren Sie in unserem Video.

Masern sind eine hochansteckende Virus-Erkrankung. Erste Symptome zeigen sich nach einer Inkubationszeit von 8 bis 13 Tagen nach der Ansteckung mit dem Erreger. Sie schließen eine laufende Nase, Husten, Augenentzündung, Ausschlag und hohes Fieber ein. Es gibt keine spezielle Therapie gegen das Masernvirus. Die Patienten werden isoliert und mit Vitamin A behandelt sowie gegen alle begleitenden Erkrankungen, wie Augenprobleme, Stomatitis (virale Entzündung des Mundes), Austrocknung, Eiweißmangel und Atemwegsinfektionen.

In Ländern mit höherem Einkommen erholen sich die meisten Menschen, die sich mit Masern angesteckt haben, innerhalb von zwei bis drei Wochen. In ärmeren Ländern hingegen sterben 3 bis 15 Prozent der Infizierten, die Sterblichkeitsrate kann in besonders schwierigen Kontexten auf 20 Prozent steigen. Todesursachen sind dann Komplikationen infolge von Masern wie schwere Atemwegsinfektionen, Durchfall, Austrocknung oder eine Gehirnentzündung.

Impfkampagnen verhindern Todesfälle durch Masern

Es gibt eine sichere und kostenwirksame Impfung gegen das Masernvirus. Großangelegte Impfkampagnen haben die Anzahl der Kranken und Todesfälle drastisch verringert. Dennoch bleiben zahlreiche Menschen dem Erreger ausgeliefert, weil sie nicht geimpft sind. Das gilt besonders für Länder mit einem schwachen Gesundheitssystem, in denen Ausbrüche von Masern häufig sind, und für Bevölkerungsgruppen, die nur einen beschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Ärzte ohne Grenzen impfte im Jahr 2016 etwa 869.100 Menschen gegen Masern.