Gelbfieber

Eine Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen impft eine Familie aus Mfumu Nkento in der Demokratischen Republik Kongo.

Gelbfieber ist eine akute hämorrhagische Viruserkrankung, die durch infizierte Aedes-Mücken übertragen wird. Gelbfiebergebiete befinden sich in Afrika um den Äquator herum sowie in zwölf Ländern Südamerikas. Besonders betroffen sind die Länder Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Peru.

Viele Menschen entwickeln keine Symptome, nachdem sie sich mit Gelbfieber angesteckt haben. Wenn die Krankheit jedoch ausbricht, dann gehören Fieber, Kopfschmerzen, Gelbsucht (die Haut und Augen erscheinen gelblich), Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit zu den Beschwerden.

Bei einem Teil der Patienten geht das Gelbfieber in die sogenannte toxische Phase über. Dann können hohes Fieber und innere Blutungen auftreten, die Hälfte dieser Patienten stirbt innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Es gibt keine gezielte Behandlung gegen Gelbfieber, doch unterstützende Maßnahmen gegen eine Dehydrierung und gegen Leber- und Nierenversagen lindern die Symptome und verbessern die Prognose.

Nicht genug Impfstoffe gegen Gelbfieber

Gelbfieber ist schwierig zu diagnostizieren, vor allem in den frühen Stadien der Erkrankung. Ein extrem effektiver Impfstoff kann die Krankheit verhindern, er ist sicher und erschwinglich. Dennoch ist die Verbreitung des Impfstoffs und der Zugang dazu begrenzt, da nicht genug davon produziert wird. Das gilt vor allem als Reaktion auf Ausbrüche von Gelbfieber und Kampagnen, die über eine vorsorgende Impfung hinaus gehen.

Um mehr Menschen impfen zu können, hat Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2016 bei zwei großen Epidemien in der Demokratischen Republik Kongo und Angola Impfstoff-Dosen aufgeteilt. Insgesamt haben die Teams 1.167.600 Menschen gegen Gelbfieber geimpft.