Kampagne zur Wiederauffüllung des Globalen Fonds 2013

Am 3. Dezember 2013, findet in Washington die Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria statt. Der Globale Fonds ist seit seiner Gründung im Jahr 2002 eines der wichtigsten internationalen Finanzierungsinstrumente für Präventions- und Behandlungsprogramme zu den drei Infektionskrankheiten. Für die Jahre 2014 bis 2016 hat der Fonds einen Finanzbedarf von insgesamt 15 Milliarden US-Dollar angekündigt, um diese lebensbedrohlichen Krankheiten endlich unter Kontrolle zu bekommen.

Im Gegensatz zu anderen großen Gebernationen hat die deutsche Regierung bis jetzt noch keine Erhöhung des deutschen Beitrages zugesagt. Dieser seit 2008 stagnierende Beitrag von 200 Millionen Euro im Jahr muss auf mindestens 400 Millionen Euro jährlich verdoppelt werden, damit die bereits geförderten Programme aufrecht erhalten und die Projekte ausgeweitet werden können. Angesichts der deutschen Wirtschaftskraft ist diese Forderung mehr als angemessen.

Aktion vor dem Bundeskanzleramt

Um dieser Forderung nach einem fairen Beitrag im Vorfeld der Wiederauffüllungskonferenz 2013 Nachdruck zu verleihen, fand im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 29.11.2013 eine öffentlichkeitswirksame Aktion vor dem Bundeskanzleramt statt. In Kooperation mit dem Aktionsbündnis gegen Aids und dem Stop-TB Forum, traten bei der Aktion Ärzte gegen Aktivisten zum Seilziehen an, die als Erreger von HIV, Tuberkulose und Malaria verkleidet waren.  Eine Aktivistin mit Merkel-Maske stand passiv zuschauend daneben. Erst sah es so aus, als seien die Krankheiten stärker. Angefeuert von „PatientInnen“, die vehement mehr Geld von der Bundeskanzlerin einforderten, wurde die Merkel-Figur dann jedoch aktiv, zog auf der Seite der Ärzte mit, und die Krankheiten konnten somit besiegt werden.

Video unserer Aktion:

 

Berlin, 4.Dezember: Statement zur Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds