Jordanien

Wir helfen Ibrahim, seinen Mund wieder zu öffnen - Rekonstruktive Chirurgie in Amman

Der vierjährige Ibrahim kam mit schweren Verätzungen in unser Krankenhaus in Amman. Mit einem kombinierten Ansatz aus Operationen, Physiotherapie und psychologischer Betreuung kümmert sich unser Team um ihn.

Der kleine Ibrahim gehört zu unseren Patientinnen und Patienten im Krankenhaus für wiederherstellende Chirurgie in Amman. Seit mehr als 10 Jahren helfen wir dort kriegsverletzten Menschen aus dem Nahen Osten dabei, ihren Körper und Geist zu heilen.  

Ibrahim floh 2015 zusammen mit seinen Eltern vor Bombenangriffen aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa in das Haus seiner Großmutter. Dort trank er aus einer Flasche mit Abflussreiniger. Durch die Säure wurde sein Mund verbrannt und er konnte seine Lippen nicht mehr öffnen. Er musste mehrmals operiert werden und kann nun endlich seinen Mund wieder öffnen.

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Unsere Chirurgen in Amman kommen aus dem Irak und Jordanien. Sie haben in den vergangenen zehn Jahren rund 11.000 Operationen an mehr als 4.500 Patienten und Patientinnen vorgenommen. Die meisten von ihnen haben durch Konflikte in ihrer Heimat Kriegsverletzungen durch Bombenexplosionen, Schusswunden und Verbrennungen erlitten. Gemeinsam mit der Physiotherapie zielt die rekonstruktive Chirurgie darauf ab, den Operierten die Funktionalität von Körperteilen und Mobilität zurückzugeben. Da unsere Chirurgen vor Ort sehr viele Kriegsverletzungen behandeln, verfügen sie über eine besondere Expertise.

Die psychosoziale Versorgung bildet das letzte Element der umfassenden Behandlung in unserer Klinik. Sie ist eine lebenswichtige Voraussetzung dafür, die Schrecken und Traumata des Krieges zu verarbeiten.