Jemen

Mehr als 120 Schwerverwundete bei heftigen Kämpfen in Tais

Berlin. Nach schweren Kämpfen in der Stadt Tais im Jemen hat das von Ärzte ohne Grenzen unterstützte Krankenhaus am Freitag innerhalb eines Tages 122 Schwerverletzte aufgenommen. 12 weitere Menschen erlagen auf dem Weg in das Krankenhaus ihren Verletzungen. Bei den meisten Verletzen handelte es sich um Zivilisten.
 
Am heutigen Montag dauerten die Kämpfe an. Drei verletzte Kinder einer Familie wurden in das Krankenhaus gebracht, nachdem ihr Haus durch zwei Raketen zerstört worden war. Die Mutter wurde durch den Angriff getötet, der Vater wird vermisst.
 
Tais liegt auf einer der Frontlinien im Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung, die durch eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition unterstützt wird. Die Stadt wird praktisch täglich von Granaten und Gewehrbeschuss getroffen. Die verbliebenen Bewohner sind völlig verängstigt.