Jahresrückblick 2014: Syrien und Nachbarländer

Lager Domiz: Wöchentlich halten wir 3.000 Sprechstunden für syrische Flüchtlinge ab. (Stand: Juli 2014)

In dem fast vier Jahre dauernden Krieg in Syrien wurden bereits mehr als 150.000 Menschen getötet. Mehr als neun Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, fast ein Drittel von ihnen hat das Land verlassen. Ärzte ohne Grenzen betreibt seit Juni 2012 Kliniken und Gesundheitszentren im Norden Syriens. In den Einrichtungen der Organisation wurden bis August 2014 mehr als 10.000 chirurgische Eingriffe und über 63.400 Notaufnahmen durchgeführt. Fast 110.000 Patienten wurden ambulant behandelt und knapp 2.400 Geburten begleitet. Ärzte ohne Grenzen unterstützt außerdem Krankenhäuser sowie Gesundheitsposten, die von syrischen Ärzte-Netzwerken in sieben Provinzen betrieben werden. Im Irak, in Jordanien und dem Libanon betreibt Ärzte ohne Grenzen umfangreiche medizinische Hilfsprogramme für syrische Flüchtlinge. Bis August 2014 wurden in diesen Ländern über eine halbe Million medizinische Behandlungen durchgeführt. Im Multimediaprojekt „Reach of War“ versucht Ärzte ohne Grenzen medizinischem Personal, Patienten und Flüchtlingen eine Stimme zu geben. Im Irak helfen wir zudem den intern vertriebenen Menschen, die vor den IS-Kämpfern fliehen.