Jahrespressekonferenz 2016

Am 16. Juni 2016 stellte Ärzte ohne Grenzen Deutschland in Berlin das Jahresergebnis 2015 vor. Die deutsche Sektion des internationalen Netzwerks hat im vergangenen Jahr 125,1 Millionen Euro eingenommen, davon 116,6 Millionen Euro aus privaten Spenden und Zuwendungen.

Der Vorstandsvorsitzende von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Volker Westerbarkey, betonte auf der Pressekonferenz das Mandat humanitärer Organisationen, auch in kriegerischen Auseinandersetzungen denjenigen zu helfen, die Hilfe am dringendsten brauchen. Die wiederholten Angriffe gegen medizinische Einrichtungen würden in verschiedenen Ländern Hilfseinsätze jedoch fast unmöglich machen. Westerbarkey forderte daher: „Diese Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und humanitäre Helfer darf es nicht mehr geben.“

Geschäftsführer Florian Westphal kritisierte in seinen Ausführungen insbesondere die europäischen Grenzschließungen, das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei sowie die inakzeptablen Aufnahmebedingungen für flüchtende Menschen unter anderem in Griechenland und Italien. Zudem forderte er von der deutschen Bundesregierung und der EU, legale Fluchtwege zu schaffen und die Seenotrettung im Mittelmeer zu verstärken.