Indonesien

Hilfe nach dem Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi

Der vierjährige Adam wurde am Kopf verletzt, als er sich vor dem Erdbeben und dem Tsunami in Zentralsulawesi in Sicherheit bringen wollte. Unsere Ärztin Dr. Rangi Wirantika versorgt die Wunde.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien leistet ein Team von Ärzte ohne Grenzen in abgelegenen Gebieten Hilfe. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen helfen Betroffenen im Rahmen mobiler Kliniken. Zudem unterstützen sie Gesundheitszentren dabei, die Basisgesundheitsversorgung wiederaufnehmen zu können. Allein bis 24. Oktober hat unser medizinisches Personal mehr als 830 Menschen behandelt. Auch sauberes Wasser ist in einer solchen Situation ein wichtiges Thema, daher sind wir auch in diesem Bereich aktiv.

Wir haben nach dem Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi ein indonesisches Team aus Medizinern, Logistikern und Wasser-Sanitär-Spezialisten entsendet, um den Hilfsbedarf vor Ort zu erkunden. Dies fand zusammen mit einem Team des indonesischen Gesundheitsministeriums statt. Unser Team besuchte abgelegenere ländliche Regionen, vor allem South Dolo, Sigi und die Westküste des Bezirks Donggalla, wo 50.000 Menschen leben.

Resultat der Erkundungen ist die Hilfe für Gesundheitszentren in diesen abgelegenen Gebieten, damit diese wieder mit Aktivitäten zur Basisgesundheitsversorgung beginnen können. Dabei geht es auch darum, Routine-Impfungen anbieten zu können und Daten zu sammeln. In South Dolo bauen wir auch ein provisorisches Gesundheitszentrum auf, da das alte sehr stark beschädigt wurde.

Täglich sind in Indonesien mobile Hilfsteams unterwegs, um Erdbebenopfern zu helfen

Zwei indonesische Psychologen helfen vom Erdbeben betroffenen Menschen, haben in mehreren Gesundheitszentren in Gemeinden in Palu aber auch Weiterbildungen in psychologischer Unterstützung gegeben.

Nach dem Erdbeben in Indonesien ist Hilfe bei der Trinkwasseraufbereitung sehr wichtig

"Es gibt nicht genügend sauberes Wasser in den betroffenen Gemeinden. Das wird aber dringend gebraucht, um die Gefahr zu verringern, dass Epidemien ausbrechen. In einigen Gebieten müssen die Menschen bis zu zwei Kilometer weit laufen, nur um an Wasser zu kommen", sagt Tinothius SP Benu, vor Ort als Spezialist für Wasserversorgung und sanitäre Anlagen im Einsatz. Es ist daher unser wichtigstes Ziel, in den Gemeinden sicherzustellen, dass die Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser hat. Dafür reinigen wir einerseits die vorhandenen Quellen, wie z.B. Handpumpen und Brunnen. Außerdem installieren wir provisorische Einrichtungen, wie Anlagen zur Aufbereitung von Wasser und Wassertanks. Ein Beispiel dafür ist das Dorf Pesakuh in West Dolo, wo wir Wasser-Ausgabestellen einrichten und auch Latrinen.

Unsere Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien werden noch bis Ende November weitergehen.