Impfungen

Preisgünstige Impfstoffe sind eine wichtige Voraussetzung, um Impfungen in ärmeren Ländern möglich zu machen. Impfungen zählen zu den wichtigsten Instrumenten zum Schutz der Gesundheit von Kindern. Im Foto ist ein Mädchen in der Dosso Region im Niger zu sehen, das gegen Meningitis geimpft wird.

Impfstoffe zählen zu den wichtigsten medizinischen Instrumenten zum Schutz der Gesundheit von Kindern. Laut der Weltgesundheitsorganisation wurden 2016 116,5 Millionen Kinder geimpft, um sie gegen potentiell tödliche Krankheiten zu schützen. Heute steht eine Reihe von Impfstoffen zur Verfügung, die dazu beitragen können, die Kindersterblichkeit gerade in ärmeren Ländern zu senken. Hierzu zählen Impfstoffe gegen Masern, Röteln, Polio, Pneumokokken, Hepatitis B, Haemophilus influenzae b (Hib), Rotaviren, Keuchhusten und Wundstarrkrampf.

In Ländern mit generell sehr niedrigen Impfraten ist Ärzte ohne Grenzen bestrebt, in seinen Basisgesundheitsprojekten für alle Kinder unter fünf Jahren Routineimpfungen anzubieten. Großangelegte Impfkampagnen sind eine Hauptaktivität der Organisation, zum Beispiel bei Ausbrüchen von Masern, Gelbfieber oder Meningitis. Im Jahr 2016 hat Ärzte ohne Grenzen beispielsweise rund 169.200 Menschen gegen Meningitis und rund 1,1 Millionen Menschen gegen Gelbfieber geimpft. Eine Kampagne dauert typischerweise zwischen zwei und drei Wochen und kann hunderttausende Menschen erreichen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet auch auf politischer Ebene zu Impfstoffen, denn der Zugang zu diesen Produkten ist oft mit hohen Hürden verbunden. Zum einen sind Impfstoffe teuer, gerade die neueren – wie etwa ein Impfstoff gegen Pneumokokken oder Rotaviren. Zum anderen sind die existierenden Impfstoffe oftmals nicht auf die Bedürfnisse in ärmeren Ländern zugeschnitten. Mehr zu unserer politischen Arbeit in diesen Bereichen finden Sie hier:

Publikationen zu Impfungen

01. November 2012

Vaccines: Ensuring sustainable supplies - Access Campaign Issue Brief

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Die Impfallianz GAVI hat einen wichtigen Beitrag geleistet, um den weltweiten Zugang zu Impfstoffen zu erhöhen. Dennoch müssen weitere Fortschritte erzielt werden: die Balance zwischen Angebot und Nachfrage im Bereich der Impfstoffe muss verbessert werden, benötigte Impfstoffe müssen in den entsprechenden Ländern in ausreichender Menge verfügbar sein und die Impfstoffe, die zur Verfügung gestellt werden, müssen für die Verwendung in nationalen Programmen geeignet sein.

06. April 2010

Giving developing countries the best shot: An overview of vaccine access and R&D

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Impfungen haben im vergangenen Jahrhundert zu großen Erfolgen im Bereich der öffentlichen Gesundheit geführt. Zwei Hürden versperren jedoch für viele Menschen den Zugang zu Impfstoffen: zum einen sind neue Impfstoffe durch das gegenwärtige Patentsystem oft so teuer, dass sie für Menschen in ärmeren Ländern unbezahlbar sind. Zum anderen besteht für Pharmaunternehmen nur ein geringer Anreiz, Forschung zu Krankheiten zu betreiben, die hauptsächlich Menschen in ärmeren Ländern betreffen. Zudem sind viele Impfstoffe nicht für den Gebrauch in  strukturschwachen ärmeren Ländern geeignet. 

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