Indonesien

Unsere Teams helfen Überlebenden nach Tsunami

Unsere Teams leisten medizinische Hilfe für die Überlebenden des Tsunami in Indonesien - auch in entlegenen Gebieten.

Nach dem Vulkanausbruch und dem nachfolgenden Tsunami in Indonesien vom 22. Dezember brauchen viele Menschen in den betroffenen Regionen der Inseln Java und Sumatra medizinische Hilfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten schnell reagieren und haben 782 medizinische Konsultationen abgehalten – viele davon wurden von unseren mobilen Teams vorgenommen. Inzwischen hat die indonesische Regierung die Notfall-Phase für die Provinz Banten für beendet erklärt. Da wir bereits vor dem Tsunami in der Region medizinische Hilfe geleistet haben, werden wir unsere Arbeit fortführen.

Da wir Projekte in der Hafenstadt Labuan haben, konnte ein erstes Team schon wenige Stunden nach dem Tsunami die indonesischen Behörden unterstützen. „Unser Team in Pandeglang reagierte auf den Zustrom von Patientinnen und Patienten am Morgen des 23. Dezember. Es wurden sowohl Verletzte als auch Tote in die Gesundheitszentren gebracht“, berichtet unser Landeskoordinator Daniel von Rège. „Wir halfen dabei, ein angemessenes Fallmanagement, Infektionskontrolle und Hygienestandards sowie materielle Unterstützung sicherzustellen.“

Hilfe für Tsunami-Überlebenden auch in entlegenen Gebieten

„Zusätzlich zur Unterstützung der Gesundheitszentren haben wir am dritten Tag nach dem Tsunami ein mobiles Team eingesetzt“, sagt unsere Hebamme Dina Afriyanti, die in Labuan arbeitet. „Wir haben Überlebende besucht, die sich zu Fuß in höher gelegene Gegenden gerettet haben. Einige von ihnen haben sich auf der Flucht vor dem steigenden Wasser verletzt oder wurden von herunterfallendem Schutt verwundet. Viele Menschen, die wir in den entlegenen Ansiedlungen angetroffen haben, hatten bislang keinerlei medizinische Behandlung erhalten.“

An der Westküste der indonesischen Insel Java haben wir auch Patienten im schwer erreichbaren Küstengebiet von Panimbang behandelt, das südlich der Stadt Labuan liegt.

Unsere Hilfe in der Provinz Banten geht weiter

„Ärzte ohne Grenzen wird länger in Banten bleiben, da wir seit Februar 2018 ein Gesundheitsprojekt für Jugendliche in der Region haben“, sagt unser Landeskoordinator Daniel von Rège. „Wir haben angeboten, die Opfer und Überlebenden des Tsunami nach der Flutkatastrophe weiter medizinisch zu versorgen und in der Aufbauphase zu helfen.“

Wir planen zudem, die medizinische Unterstützung während der Aufbau- und Übergangsphase auf die Gesundheitszentren in den Dörfern und Gemeinden auszuweiten.

Unsere Teams unterstützen die zuständigen Behörden in Indonesien seit dem 23. Dezember mit medizinischer Hilfe für die Überlebenden der Flutwelle, nachdem wir im Oktober 2018 bereits nach dem Tsunami auf der Insel Sulawesi im Einsatz waren.