Hände weg von unseren Medikamenten - Angriff der reichen Länder auf die „Apotheke der Armen"

Ärzte ohne Grenzen hat im Juni 2015 eine Kampagne gestartet, um den indischen Premierminister Narendra Modi davon zu überzeugen, dem zunehmenden Druck von EU, USA, Japan und der Schweiz standzuhalten. Die Regierungen dieser Länder drängen Indien dazu, Gesetze und Richtlinien zur Produktion und zum Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten im Sinne ihrer Pharmaindustrie zu ändern. Dadurch würde die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in ärmeren Ländern gefährdet.

Die Social Media-Kampagne wurde anlässlich der achten Verhandlungsrunde für das regionale Handelsabkommen RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) in Kyoto gestartet. Dieses soll Maßnahmen enthalten, die den Zugang zu kostengünstigen Medikamenten erheblich behindern würden. Ähnliche Verhandlungen gibt es mit der EU, der Freihandelszone EFTA und den USA.