Flüchtlinge in Griechenland: Spenden Sie für unsere Arbeit

Im Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos leben Familien auf engstem Raum. Im Herbst 2019 besuchte Christos Christou, internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen, unsere Hilfsprojekte vor Ort.

Die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sind seit Jahren komplett überbelegt. Rund 42.000 Menschen leben dort. Dringend benötigte Hilfe wird ihnen jedoch vorenthalten. Als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im März die Grenze nach Europa öffnete, kam es zu Unruhen auf den griechischen Inseln. Mit der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie droht den Flüchtlingen nun eine weitere Gefahr, der sie schutzlos ausgeliefert sind.

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Was passiert, wenn sich das Coronavirus im Lager ausbreitet?

In überfüllten Flüchtlingslagern wie dem auf Lesbos kann sich das Coronavirus schnell ausbreiten. Im Lager bei Moria leben fast 20.000 Menschen, ausgelegt ist es für knapp 3.000. In Griechenland genau wie in Deutschland wird dazu aufgerufen, soziale Kontakte zu meiden. In den Lagern leben die Menschen jedoch auf engstem Raum und haben keine Möglichkeit, sich vor dem Virus zu schützen.

Auf der Suche nach Schutz kamen sie nach Europa. Doch auf den griechischen Inseln wiederholt sich ihre Geschichte: ständige Unsicherheit, prekäre Lebensbedingungen, Gewalt, Krankheiten. Medizinische Versorgung gibt es kaum. Unterkünfte, Essen und Wasser, Duschen und Toiletten: Es mangelt an allem. Hygienemaßnahmen wie in Deutschland, um sich vor COVID-19 zu schützen, sind unmöglich.

In einer Kinderklinik außerhalb des Lagers in Moria behandelt Ärzte ohne Grenzen Hunderte Kinder. Viele leiden an Atemwegs- oder Hauterkrankungen, manche sind chronisch erkrankt, darunter Babys, die an Diabetes, Asthma und Herzkrankheiten leiden. Sie zählen zur Risikogruppe und ein Ausbruch von COVID-19 wird sie hart treffen. Möglicherweise werden sie sogar sterben, wenn sie nicht effektiv und schnell behandelt werden.

Deshalb fordert Ärzte ohne Grenzen die umgehende Evakuierung der EU-Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln.

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Wir sorgen uns nicht nur um die Menschen in den überfüllten griechischen Camps. Weltweit gibt es viele humanitäre Krisen, die weniger Aufmerksamkeit bekommen - und in denen der Bedarf an humanitärer Hilfe dennoch groß ist. Ärzte ohne Grenzen hilft überall dort, wo Menschen dringend medizinische Hilfe brauchen, wie zum Beispiel in Syrien oder weltweit bei der Behandlung der Lungenkrankheit Tuberkulose.

Mit Ihrer Spende können wir unabhängig und schnell helfen, übrigens auch in medizinischen Krisensituationen, wie der Coronavirus-Pandemie.

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