Geschichte: 2000 - 2002

In ein Ernährungszentrum in Angola werden Lebensmittel geliefert. Ärzte ohne Grenzen kritisiert 2000, dass die Bevölkerung des Landes immer wieder zur Zielscheibe von Gewalt wird.

2002

 

2001

2000

  • Im südlichen Afrika werden zu Jahresbeginn infolge von heftigen Regenfällen und Wirbelstürmen ganze Landstriche überschwemmt. Am schlimmsten trifft es Mosambik, wo die Fluten derart steigen, dass Hunderttausende obdachlos werden und Tausende nur noch per Hubschrauber von Dächern und Bäumen gerettet werden können. Ärzte ohne Grenzen schickt mehrere Teams vor Ort.
  • Ärzte ohne Grenzen ruft die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, die Stationierung einer Beobachtermission für Tschetschenien zu veranlassen. Einer Untersuchung von Ärzte ohne Grenzen zufolge sind viele Gesundheitseinrichtungen schwer beschädigt, und es besteht ein akuter Mangel an Medikamenten und medizinischem Material. Trotz des großen Bedarfs ist der Zugang für humanitäre Organisationen aus Sicherheitsgründen nur begrenzt möglich.
  • Im Norden Ugandas kommt es zu einem Ebola-Ausbruch. Da es keine Behandlung für Ebola gibt, konzentrieren sich die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen darauf, die Bevölkerung über die Übertragungswege der Krankheit zu informieren sowie Infizierte aufzusuchen und zu isolieren. Darüber hinaus wird das nationale Gesundheitspersonal im Umgang mit Patienten geschult.
  • Anlässlich des 25-jährigen Jahrestages der Unabhängigkeit Angolas kritisiert Ärzte ohne Grenzen, dass die Bevölkerung des Landes wieder zur Zielscheibe der Gewalt durch die Konfliktparteien wird. Die Organisation beruft sich dabei auf Zeugenberichte, die ihre Mitarbeiter in verschiedenen Provinzen gesammelt haben.
  • Der Weltsicherheitsrat kündigt Ende Dezember Sanktionen gegen Afghanistan an, falls die Taliban den Terroristen Osama bin Laden nicht ausliefern. Aus Sicherheitsgründen ziehen sich daraufhin die UN-Organisationen zurück. Durch den Abzug der UN verzögert sich die Versorgung der Bevölkerung vor allem in der westlichen Provinz Herat sowie in den Nachbarprovinzen. Seit Juni 2000 sind Zehntausende vor den anhaltenden Kämpfen nach Herat geflohen, wo sie u.a. von Ärzte ohne Grenzen versorgt werden.

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