Ärzte ohne Grenzen leistet Nothilfe für Mittelmeer-Flüchtlinge

Während ihrer gefährlichen Flucht nach Europa müssen Hunderttausende das Mittelmeer überqueren. Unzählige Flüchtlinge geraten dabei in Seenot und verlieren ihr Leben. Als eine medizinische Hilfsorganisation können wir darüber nicht hinwegsehen: "Wenn ein Schlauchboot mit 100 Menschen untergeht, denke ich als Mensch und Arzt nur darüber nach, wie ich die Menschenleben rette. Alles andere ist in dem Moment nebensächlich. Sollten wir das Prinzip infrage stellen, würden wir unsere Werte aufs Spiel setzen", sagt Volker Westerbarkey, Präsident von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

Mittelmeer: Flüchtlinge ertrinken

Die Menschen fliehen vor einigen der furchtbarsten humanitären Krisen unserer Zeit – ein Großteil der Flüchtlinge stammt aus Bürgerkriegsländern wie Syrien oder Somalia. Unter den Mittelmeer-Flüchtlingen sind immer wieder auch schwangere Frauen, Jugendliche und Kinder. Sie nehmen ein großes Risiko auf sich und viele sterben im Meer. Die Zahlen der bei ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunkenen oder als vermisst gemeldeten Personen zeigen einen historischen Höchststand.

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Spenden für Nothilfe

Um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten, startete Ärzte ohne Grenzen einen Such- und Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, den wir teilweise aussetzen müssen: Unser Schiff "Prudence" kreuzt nicht mehr auf dem Mittelmeer und kann aktuell keine Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten. Auf unserem Schiff "Aquarius" ist noch ein medizinisches Team im Einsatz und kann Dehydrierungen, Verbrennungen, schwere Sonnenbrände und Unterkühlungen behandeln, alles typische medizinische Bedürfnisse von Menschen, die über das Mittelmeer fliehen. Damit Ärzte ohne Grenzen weltweit Menschen in Not helfen kann, benötigt die Organisation Spenden – Mittelmeer-Flüchtlinge, Bürgerkriegsflüchtlinge in Syrien, im Südsudan oder in den Zentralafrikanischen Republik sind nur einige Beispiele. In rund 70 Ländern weltweit sind unsere Teams im Einsatz.

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Jörg Pilawa

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