Film

Filmvorführung Living in Emergency

01. 03.
Film
Wuppertal

Filmvorführung

„Eine Reise, die die Grenzen des Idealismus auslotet", Mark Hopkins, Regisseur des Films

Film: 20:30 Uhr

Über den Film

Der Filmemacher Mark Hopkins hat drei Ärzte sowie eine Ärztin auf ihren Katastropheneinsätzen für die humanitäre Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen  in Liberia und in der Demokratischen Republik Kongo begleitet.

Zwei der vier Freiwilligen sind  zum ersten Mal im Einsatz: Der 26-jährige australische Arzt Davinder Gills, der in einer abgelegenen Klinik im liberianischen Busch arbeitet, und der amerikanische Chirurg Thomas Krueger, der sich kaum eine Pause gönnt, um die vielen Notfälle in der Hauptstadt Monrovia zu bewältigen. Die beiden anderen sind erfahrene Mitarbeiter: Kiara Lepora ist eine dynamische Projektleiterin, die versucht, die Spannungen in ihrem Team unter Kontrolle zu behalten und der Arzt Christopher Brasher, der erschöpft ist von dem vielen Leid, das er gesehen hat und deshalb darüber nachdenkt, nach seinem Einsatz in der D.R. Kongo, mit der Arbeit als humanitärer Helfer aufzuhören.

Mitten im Chaos muss jeder seinen eigenen Weg finden und mit der Realität des Projektalltags zurechtkommen: den Herausforderungen vor Ort und den schweren Entscheidungen, aber auch den Grenzen, die der Idealismus hier erfährt.

Dieser Dokumentarfilm ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit humanitärer Helfer an Kriegsschauplätzen. Ungeschönt zeigt Filmemacher Hopkins die Schwierigkeiten und Dilemmata auf, mit denen die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bei ihren Einsätzen unter extremen Bedingungen oft konfrontiert sind.

Liberia

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1990 in Liberia. Im Jahr 2003 endete der 14 Jahre dauernde Bürgerkrieg im Land, aber viele Liberianer leiden immer noch unter Armut. Die Gesundheitsversorgung ist nur unzureichend. Viele Jahre lang hat Ärzte ohne Grenzen Gesundheitszentren und Krankenhäuser betrieben, als sich von 2006 an die Lage in Liberia langsam stabilisiert, beginnt Ärzte ohne Grenzen, einige seiner Programme zu übergeben, hauptsächlich an das Gesundheitsministerium. Hopkins porträtiert die drei Mediziner Lepora, Krueger und Gills die zu dieser Zeit in Liberia arbeiten. Im Sommer 2010 wurde das letzte Krankenhaus übergeben, es gibt aber noch Programme zur Versorgung von Opfern sexueller Gewalt.

    Mehr Informationen zur Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in Liberia

 

Demokratische Republik Kongo

Seit 1987 ist Ärzte ohne Grenzen in der D.R. Kongo tätig. Die "Living in Emergency"-Filmcrew besuchte Beni und Kayna, zwei Städte in der Provinz Nord Kivu im Nordosten des Landes. Die Gegend ist seit vielen Jahren von Konflikten und Gewalt geprägt. In Kanya trifft der Filmemacher auf den langjährigen Mitarbeiter und Arzt Dr. Christopher Brasher, der im Krankenhaus der Stadt arbeitet.

    Mehr Informationen zur Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in der D.R. Kongo
 

 

Die Projektmitarbeiter im Film

Porträt von Dr. Christopher Brasher.Dr. Christopher Brasher arbeitete von 1996 bis 2005 mit Ärzte ohne Grenzen. In seinem ersten Einsatz war der Australier als Anästhesist in Burundi. Danach arbeitete er als Koordinator für Noteinsätze in Sierra Leone, Mosambik und Eritrea und später als Landeskoordinator in Angola.

 

Dr. Thomas Krueger während einer Behandlung.Dr. Thomas Krueger ist ein amerikanischer Chirurg, der seine seit 20 Jahren bestehende private Praxis schloss, um mit Ärzte ohne Grenzen in Krisengebieten zu arbeiten. Er ging nach Liberia, wo er in zwei Monaten mehr Operationen durchführte als in einem halben Jahr in den USA. Nach diesem ersten Einsatz war Krueger in drei weiteren Krisengebieten im Einsatz, baute in Nigeria eine Klinik mit auf, leitete in Darfur im Sudan den chirurgischen Bereich in einem Krankenhaus und behandelte in Sri Lanka Kriegsopfer.

 

Porträt von Dr. Chiara Lepora.Dr. Kiara Lepora ist Toxikologin aus Alice Castello in Italien. Mehrere Jahre war sie als Projektkoordinatorin für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz, unter anderem in Sudan und in Somalia.

 

Porträt von Dr. Davinder Gills.Der Australier Dr. Davinder Gills war mit Ärzte ohne Grenzen in Liberia und beendete 2009 seine Fachausbildung als Kinderarzt in Australien. Dies war sein einziger Einsatz.

 

 

Der Filmemacher und Produzent

Mark Hopkins wurde in Puerto Rico geboren und wuchs hauptsächlich in Kenia auf. Nach seinem Schulabschluss in Großbritannien studierte er Philosophie. Seine Filmkarriere begann er als Assistent des New Yorker Produzenten Scott Rudin. Mit ihm arbeitete er unter anderem an Filmen wie "Die Truman Show", Die Asche meiner Mutter" und "Wonder Boys". Doch ihn reizte zunehmend die Realität. Mit dem Ziel, verstärkt Dokumentarfilme zu drehen, gründete er dann seine eigene Produktionsfirma. "Living in Emergency" ist Mark Hopkins' erster Dokumentarfilm in Spielfilmlänge.

    Regisseur: Mark Hopkins
    Produktion: Mark Hopkins, Naisola Grimwood, Daniel Holton-Roth (2008)
    Laufzeit: 93 Minuten
    Format: DVD (Originalton mit deutschen Untertiteln)

 
Verfügbarkeit

Der Film ist in Deutschland an verschiedenen Aufführungsorten zu sehen, die hier bekannt gegeben werden. Leider ist die DVD mit deutschen Untertiteln nicht im Handel erhältlich und kann auch nicht für private Zwecke an Einzelpersonen verliehen werden.

Ort

Rex Filmtheater

Kipdorf 29
42103 Wuppertal