Erinnerungen an einen Ebola-Einsatz

Tankred Stöbe über sein Einsatz im Ebola-Gebiet: „Wir hatten eine Stunde in dem sogenannten roten Bereich, wo es so hoch infektiös war, wo wir direkt mit den Ebola-Viren in Kontakt kamen, um alles zu tun, was wir tun konnten.“

Tankred Stöbe war 2015 in Sierra Leone im Ebola-Einsatz. Die Epidemie hatte sich in Windeseile in Westafrika ausgebreitet, mehr als 11.000 Menschen starben. Damals gab es weder Impfstoff noch wirksame Medikamente gegen Ebola. Der 49-jährige Notarzt aus Berlin erzählt in dem Video, wie Ärzte ohne Grenzen dennoch vielen Menschen helfen konnte.

Heute ist die Welt besser gegen diese hoch ansteckende und tödliche Krankheit vorbereitet. Doch der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zeigt, dass die Bekämpfung dieser Krankheit noch immer schwierig und hoch komplex ist. Rund 240 Menschen sind seit dem Ausbruch im August 2018 gestorben.

Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender betreibt Ärzte ohne Grenzen drei Behandlungszentren, die bereits an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen. In weiteren, sogenannten Transitzentren, können Patienten und Patientinnen mit Verdacht auf Ebola schnell getestet und dann richtig behandelt werden.

 

28.11.2018