Ärzte ohne Grenzen - Entwicklungshilfe oder humanitäre Hilfe?

Im Gegensatz zu Entwicklungshilfeorganisationen wird Ärzte ohne Grenzen vor allem in humanitären Notsituationen aktiv. Seit mehr als 40 Jahren leisten wir medizinische Nothilfe, wie zum Beispiel nach den Überschwemmungen in Malawi im Februar 2015.

Ärzte ohne Grenzen ist eine Organisation, die vorrangig humanitäre Hilfe mit dem Schwerpunkt medizinische Nothilfe leistet. Entwicklungshilfeorganisationen nehmen die Arbeit auf, wenn die größte Not vorüber ist.  

Humanitäre Hilfe

Seit mehr als 40 Jahren leistet Ärzte ohne Grenzen humanitäre Hilfe, die oft auch als Nothilfe oder Katastrophenhilfe bezeichnet wird. Sie setzt ein bei gewalttätigen Konflikten, Naturkatastrophen oder dem Ausbruch von Epidemien. Ihr Ziel ist es, das Überleben zu sichern, Leid zu lindern und die betroffenen Menschen zu befähigen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Humanitäre Hilfe wird oft als kurzfristige Maßnahme angesehen. Die Hilfsprojekte von Ärzte ohne Grenzen konzentrieren sich auf medizinische Nothilfe, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Ernährungsunterstützung. Fast immer werden lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus- oder fortgebildet, damit die Nachhaltigkeit unserer Projekte gewährleistet ist.

Entwicklungshilfe

Entwicklungshilfe setzt dann an, wenn die größte Not vorbei ist, es wieder eine gewisse Stabilität gibt und die Wiederaufbauphase beginnen kann. Sie gilt als längerfristige Maßnahme. Die meisten Entwicklungshilfeorganisationen arbeiten mit lokalen staatlichen oder nichtstaatlichen Partnerinnen und Partnern zusammen. Ihre Aktivitäten sollen nachhaltig wirken, indem personelle Kapazitäten aufgebaut werden, die die Projekte langfristig weiterführen. In Deutschland gibt es traditionell mehr Entwicklungshilfeorganisationen. Sie haben teilweise auch einen Zweig für humanitäre Hilfe aufgebaut, doch ihr Schwerpunkt liegt eindeutig bei der Entwicklungshilfe.