Ein Weckruf mit mehr als 50.000 Stimmen: Resistente Tuberkulose muss sofort besser behandelt werden

Mehr als 50.000 Patienten, Ärzte, Pfleger und Unterstützer haben das Tuberkulose-Manifest unterschrieben. Zum Start der Weltgesundheitsversammlung in Genf übergab Mitverfasserin Phumeza Tisile, die früher selbst an extrem resistenter Tuberkulose erkrankt war und überlebt hat, das Manifest an die Delegierten vor Ort: "Ich bin stellvertretend für alle Patienten nach Genf gekommen, die an resistenter Tuberkulose erkrankt sind - auch für diejenigen, die ihr Leben verloren haben. Wir haben eine klare Botschaft für die Gesundheitsminister: Wir fordern, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen", sagt die 23-Jahre alte Phumeza Tisile gegenüber den Delegierten der  Weltgesundheitsversammlung in Genf.

Mit dem Tuberkulose-Manifest fordern Patienten, Ärzte und Unterstützer weltweit Zugang zu Tests und Behandlung, wirkungsvollere Therapien mit weniger Nebenwirkungen und genügend finanzielle Mittel für diese Anstrengungen. Neben einem langfristigen Engagement der Staaten werden Sofortmaßnahmen benötigt, um tausenden Patienten eine dringend benötigte Behandlung zukommen zu lassen und die unerträglich hohen Sterblichkeitsraten zu senken.

In einer bewegenden Rede vor der Versammlung am 19. Mai 2014 erklärte Phumeza, sie wünsche niemanden, durchmachen zu müssen, was ihr in Folge der Krankheit widerfuhr. Die Medikamente selbst seien bereits ein Alptraum. Es brauche jetzt nicht nur eine Strategie gegen resistente Tuberkulose, sondern endlich auch Taten.