Ein Jahr Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika

Eines unserer mobilen Einsatzteams unterwegs in Sierra Leone.

Ein Jahr nach der offiziellen Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs in Westafrika blickt Ärzte ohne Grenzen mit einer kritischen Analyse auf die Bekämpfung der Krankheit. Ärzte ohne Grenzen hatte bereits vor einem Jahr vor einer Ausbreitung der Epidemie gewarnt. Die Regierungen der betroffenen Länder leugneten den Ausbruch zunächst und die internationale Gemeinschaft blieb weitgehend untätig. Ärzte ohne Grenzen sah sich angesichts dieser Situation gezwungen, eine Ebola-Intervention von nie gekanntem Ausmaß umzusetzen. Im Laufe des vergangenen Jahres waren mehr als 1.300 internationale und 4.000 nationale Mitarbeiter in Westafrika tätig und haben dort fast 5.000 bestätigte Ebola-Patienten und zahlreiche Menschen mit Verdacht einer Infektion versorgt. Der Bericht basiert auf zahlreichen Interviews mit Mitarbeitern der Organisation.