Im Überblick: Unsere aktuellen Aktivitäten gegen Covid-19

In unserer interaktiven Karte können Sie durch Klick auf das jeweilige Land mehr über unsere Hilfe vor Ort erfahren.

Die Coronavirus-Pandemie bringt weltweit Gesundheitssysteme an ihre Grenzen. Wir versuchen, die Ausbreitung des Virus nach unseren Möglichkeiten einzudämmen, und helfen schon jetzt in mehr als 70 Ländern Menschen im Kampf gegen Covid-19. Wir beraten Behörden, errichten Gesundheitszentren und unterstützen besonders bedürftige Gruppen wie Obdachlose, alte Menschen und Geflüchtete. Hier finden Sie einen aktuellen Überblick unserer Aktivitäten:

Unsere Arbeit in Deutschland

Unsere Arbeit in Afrika

Unsere Arbeit in Zentral- und Südostasien

Unsere Arbeit in Europa

Unsere Arbeit in Lateinamerika

Unsere Arbeit in Nordamerika

Unsere Arbeit im Mittleren und Nahen Osten

Deutschland

In Deutschland haben wir in den ersten Monaten der Pandemie verschiedene Einrichtungen mit unserer Expertise unterstützt. Dabei konzentrierten wir uns auf Menschen, die in prekären Situationen leben und besonders schutzbedürftig sind, wie zum Beispiel Obdachlose, Geflüchtete, Menschen ohne Papiere oder ohne Krankenversicherung. Momentan sind wir nicht in Deutschland aktiv.

Unterstützung in Halberstadt/Sachsen-Anhalt beendet

Nachdem in der Zentralen Annahmestelle für Asylsuchende des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) in Halberstadt mehrere Bewohner*innen positiv auf Covid-19 getestet und die gesamte Einrichtung vom zuständigen Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurde, bat uns die Landesregierung um Unterstützung. Wir halfen vom 20.04. – 08.05.2020 mit einem kleinen Team bei der Gesundheitsaufklärung und Kommunikation zu den laufenden Maßnahmen in der ZASt. Zudem unterstützten wir die psychosoziale Versorgung und boten psychologische Hilfe an. Unser Team hinterließ der ZASt eine detaillierte Aufstellung der Problematik, einschließlich konkreter Empfehlungen, wie vor allem die vorhandenen Struktur- und Kommunikationsdefizite verbessert werden können.

Allgemeines Beratungsangebot

Darüber hinaus haben wir Vereine, Organisationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vertreter*innen staatlicher Institutionen und Träger beraten, die mit Menschen in prekären Situationen arbeiten mit medizinischer, logistischer oder epidemiologischer Expertise. Beispielsweise konnten wir bereits die Berliner Tafeln sowie Einrichtungen der Diakonie Deutschland zu Infektionsprävention technisch beraten.

Medizinische Einzelfallhilfe, Sprechstunden am Telefon sowie Behandlung oder medizinische Beratung von Einzelpersonen können wir leider nicht leisten. Wenden Sie sich in diesen Fällen an Ihre*n Hausärztin oder die nächste Klinik. Abhängig von den weiteren Entwicklungen werden wir prüfen, ob es einen erneuten Bedarf unserer Hilfe in Deutschland gibt.

Afrika

•    Burkina Faso: In Ouagadougou betreiben wir ein Covid-19-Behandlungszentrum und leisten technische sowie infrastrukturelle Hilfe in drei weiteren Bezirken (Baskuy, Sig-Noghin, Pissy). Ende Juli werden wir diese Aktivitäten an die lokalen Behörden übergeben. Im Westen des Landes laufen unsere Covid-19-Projekte seit Mitte Juli aus, im Osten setzen wir unsere Trainingskurse und Aufklärungsaktivitäten fort.
•    Demokratische Republik Kongo: In Kinshasa behandeln die Teams Covid-19-Patient*innen im St.-Joseph- Krankenhaus. Im Kabinda-Krankenhaus haben wir eine Isolierstation mit 20 Betten eingerichtet und unterstützen 50 Einrichtungen in vier Gesundheitszonen mit Hygienemaßnahmen, Schulungen und Schutzmaterial. In Masisi, Nord-Kivu, haben die Teams eine Isolierstation mit 20 Betten eingerichtet, in Lubumbashi betreuen sie ein Covid-19-Behandlungszentrum und in der Provinz Süd-Kivu haben sie in Baraka, Kimbi und Nyange Isolierstationen für Covid-19-Verdachtsfälle eröffnet.
•    Elfenbeinküste: In Yopougon läuft ein Telemedizin-Pilotprojekt in Partnerschaft mit einer lokalen Organisation und dem Gesundheitsministerium. Unsere Teams halten Sprechstunden für Covid-19-Patient*innen ab, um Begleiterkrankungen festzustellen, wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkreislaufstörungen.
•    Eswatini: Ärzte ohne Grenzen unterstützt das Gesundheitsministerium bei der Infektionskontrolle und Triage in medizinischen Einrichtungen.
•    Guinea: Wir betreuen ein Covid-19-Isolier- und Behandlungszentrum mit 75 Betten in der Hauptstadt Conakry. Für die regulären Projekte in den Provinzen Kouroussa und Conakry sind die Maßnahmen zum Schutz des medizinischen Personals verstärkt worden.
•    Guinea-Bissau (beendet)
•    Kamerun: Covid-19-Patient*innen mit moderaten Symptomen werden von uns in einer Klinik in Jaunde behandelt. Zudem unterstützen wir dort das Allgemeine Krankenhaus bei der Triage, der Infektionsvorbeugung und -kontrolle und schulen medizinisches Personal in den drei größten Covid-19-Kliniken in Douala. An allen Projektstandorten haben wir Schutzmaßnahmen eingeführt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
•    Kenia: Unsere Teams leisten Hilfe in Kliniken in Nairobi sowie in den Bezirken Kiambu, Garissa und Mombasa. Im größten Slum von Nairobi, Kibera, testen wir mögliche Covid-19-Erkrankte und leiten sie bei Bedarf an ein Krankenhaus weiter. Im Flüchtlingslager in Dadaab haben wir eine Isolierstation aufgebaut und im nahegelegenen Bezirk Wajir Gesundheitspersonal geschult.
•    Liberia: Ärzte ohne Grenzen leistet weiterhin technische Hilfe für ein Covid-19-Behandlungszentrum in Monrovia und setzt die psychologische Hilfe per Telefon fort. Im Kinderkrankenhaus in Monrovia haben wir die Covid-19-Infektionsprävention und -kontrolle angepasst.
•    Malawi: Aufgrund der steigenden Fallzahlen sind in allen Projekten umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt worden, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Zudem leisten wir technische und logistische Hilfe beim Aufbau von Isolierzentren in Chiradzulu und Blantyre.
•    Mali:  Ärzte ohne Grenzen unterstützt ein Covid-19-Behandlungszentrum mit 100 Betten in Bamako. Im Zentrum, Süden und Norden des Landes haben wir in mehreren Kliniken die Infektionsprävention und -kontrolle verstärkt. Ein neues Covid-19-Projekt wird in Kürze in Timbuktu eröffnet.
•    Mosambik: In allen Projekten konzentrieren wir uns auf vorbeugende Maßnahmen, wie Infektionskontrolle oder Triage. Zudem unterstützen wir das größte Covid-19-Krankenhaus in Maputo und haben in Pemba und Beira jeweils zwei Isolierzentren aufgebaut.
•    Niger: An allen Projektstandorten in den Regionen Zinder, Maradi, Agadez und Diffa haben die Teams Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung getroffen. In Niamey setzen wir zudem unsere Aktivitäten im Covid-19- Behandlungszentrum fort.
•    Nigeria: In sieben Bundesstaaten des Landes unterstützen wir die Behörden beim Aufbau von Isolierzentren für Patient*innen mit Verdacht auf Covid-19. Zudem leisten wir Aufklärungsarbeit in Gemeinden und helfen bei der Identifizierung von Kontaktketten.
•    Senegal:  In der Region Dakar konzentrieren wir uns im Bezirk Guédiawaye auf die ambulante Versorgung von Covid-19-Fällen. Außerdem setzen wir unsere Arbeit im Krankenhaus Dalal Jamm in Dakar fort, wo wir moderate und schwierige Fälle versorgen.
•    Sierra Leone: Unsere Teams betreuen in Freetown ein Covid-19-Behandlungszentrum mit 120 Betten und schulen Gesundheitspersonal. Mitte Juli startet in der Hauptstadt außerdem eine Aufklärungskampagne. Im Bezirk Kenema haben wir ein Covid-19-Behandlungszentrum eröffnet, unterstützen im Bezirk Bombali ein Zentrum mit logistischer Hilfe und versorgen im Bezirk Tonkolili ein weiteres Zentrum mit Trinkwasser.
•    Simbabwe: In Harare wird in Kürze ein Isolierzentrum von uns eröffnet. Zudem schulen wir medizinische Fachkräfte darin, Covid-19-Fälle zu versorgen und Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle einzuführen. Außerdem verteilen wir Masken und Seife oder sichern den Zugang zu Trinkwasser. In der Grenzstadt Beitbridge helfen wir bei Covid-19-Screenings und bei der Probensammlung für die Tests.
•    Somalia und Somaliland: In all unseren Projekten sind umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt worden, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. In Hargeisa unterstützen wir die Behörden dabei, ein Isolierzentrum aufzubauen.
•    Südafrika: In den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal und Western Cape unterstützen wir die Behörden mit umfangreichen Aktivitäten dabei, auf Covid-19 zu reagieren. In Khayelitsha haben wir ein Covid-19-Behandlungszentrum eröffnet.
•    Sudan: Unsere Teams klären landesweit Patient*innen und lokale Gemeinden über die Krankheit auf und schulen Gesundheitspersonal. Außerdem betreuen wir eine mobile Covid-19-Einheit, die andere Kliniken unterstützt.
•    Südsudan: Da die Anzahl bestätigter Covid-19-Fälle weiterhin steigt, verstärken wir an allen Projektstandorten die Infektionsprävention und -kontrolle und schulen das Personal. In Juba unterstützen wir zudem das Labor, in Lankien haben wir eine Isolierstation eröffnet, im Flüchtlingslager in Maban leisten wir Aufklärungsarbeit. In Agok hat das Team einen Rettungswagen für Covid-19-Verdachtsfälle umgebaut und errichtet eine Isolierstation.
•    Tansania: Im Flüchtlingslager Nduta bauen wir für Covid-19-Verdachtsfälle vier Isolierstationen in jeder Klinik sowie eine zentrale Isolierstation im Krankenhaus. Mehr als 250 unserer Mitarbeiter*innen sind für die Versorgung von Covid-19-Erkrankten geschult worden.
•    Tschad: In der Hauptstadt N´Dschamena haben wir ein neues, umfassendes Covid-19-Projekt eröffnet, um Patient*innen mit schweren Symptomen im Farcha-Krankenhaus zu versorgen. Im Bezirk Moissala, im Süden des Landes, betreut Ärzte ohne Grenzen eine Malaria-Chemopräventionskampagne, die in Übereinstimmung mit Covid-19-Vorbeugungsmaßnahmen organisiert wird.
•    Uganda: In allen Einrichtungen von Ärzte ohne Grenzen haben die Teams umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt. Außerdem klären wir über die Krankheit auf und verteilen Schutzmaterial an Patient*innen und medizinisches Personal.
•    Zentralafrikanische Republik: An allen 13 Projektstandorten hat Ärzte ohne Grenzen Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle getroffen. Zudem bauen wir in Bangui ein Behandlungszentrum und kooperieren mit den Behörden, um einen nationalen Katastrophenplan für die Isolation und Behandlung von Covid-19-Patient*innen zu erstellen.  In den Provinzen werden bei allen Impfkampagnen für Kinder bis zu 15 Jahren die Covid-19-Vorsichtsmaßnahmen eingehalten.

Zentral- und Südostasien

•    Afghanistan: Ärzte ohne Grenzen hat in Herat ein Covid-19-Behandlungszentrum mit 32 Betten eröffnet. In der südlichen Provinz Helmand unterstützen wir das Krankenhaus Malika Suraya, das die wichtigste Anlaufstelle für Covid-19-Fälle ist. Das von uns ebenfalls unterstützte Boost-Krankenhaus dient in erster Linie den Verdachtsfällen. In Kandahar können Patient*innen versorgt werden, die unter resistenter Tuberkulose leiden und gleichzeitig positiv auf Covid-19 getestet wurden oder als Verdachtsfall gelten.
•    Bangladesch: In all unseren medizinischen Einrichtungen im Flüchtlingslager in Cox´s Bazar gibt es mittlerweile Covid-19-Isolierstationen. Zudem bereiten wir zwei Behandlungszentren vor. Im städtischen Armenviertel Kamrangirchar (Dhaka) klären wir die Bevölkerung über Covid-19 auf.
•    Hongkong: Der Fokus unserer Aktivitäten liegt mittlerweile auf psychologischer Hilfe. Die Teams führen Einzelgespräche und bereiten eine Website vor.
•    Indien: Im Bundesstaat Bihar betreut Ärzte ohne Grenzen eine Klinik zur Versorgung von milden und moderaten Covid-19-Fällen. In unseren Projekten zur Behandlung von HIV und resistenter Tuberkulose in Mumbai haben wir die Covid-19-Schulungen verstärkt, bereiten die Behandlung von milden und moderaten Fällen vor und verteilen Schutzmaterial. Zudem haben wir eine Telefon-Hotline in Englisch und Hindi eröffnet.
•    Indonesien: In Jakarta und in zwei Unterbezirken der Provinz Banten setzen wir unsere Trainings und Workshops für Gemeindevorsteher*innen und Gesundheitshelfer*innen fort.
•    Japan: Nach einem Covid-19-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff haben wir an Land medizinische Hilfe geleistet.
•    Kambodscha: Unser Team kooperiert mit den Behörden, um nationale Richtlinien für die Infektionskontrolle und -vorbeugung sowie die klinische Behandlung von Covid-19-Fällen zu entwickeln. Zudem schulen wir medizinische Fachkräfte sowie Rettungswagenfahrer*innen, Putzpersonal oder Labortechniker*innen.
•    Kirgisistan: Wir leisten technische Hilfe für das Gesundheitsministerium und unterstützen Aufklärungsaktivitäten in den Bezirken Karamay und Batken. Für die mobilen Teams stellen wir Fahrzeuge zur Verfügung und rüsten die medizinischen Fachkräfte mit Schutzkleidung aus.
•    Malaysia: Den zuständigen Behörden haben wir Unterstützung angeboten und leisten Aufklärungsarbeit.
•    Pakistan: In Timergara untersuchen wir täglich rund 1.350 Personen auf Covid-19-Symptome und halten bei Verdachtsfällen Konsultationen ab. Schwerkranke werden nach Peschawar oder in andere Städte überwiesen. Zudem haben wir Mitte Juli Masken und Seife in Karachis Armenviertel verteilt. In der Provinz Balutschistan laufen umfassende Aufklärungsaktivitäten zum Selbst- und Fremdschutz.
•    Myanmar: In allen Projekten haben wir die notwenigen Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle eingeführt. Wir unterstützen zudem das Gesundheitsministerium mit technischen Trainings, Übersetzungen und Schutzmaterial.
•    Papua-Neuguinea: Unsere Schulungen von medizinischem Fachpersonal in den Einrichtungen, die Covid-19-Patient*innen versorgen, laufen weiter. Die meisten liegen in der Gulf Provinz, in der unser reguläres Tuberkuloseprojekt stattfindet.
•    Philippinen: In Manila unterstützen wir unsere Partnerorganisation bei der Covid-19-Gesundheitsaufklärung und betreuen seit Juni die Covid-19-Station sowie das Labor des Krankenhauses San Lazaro in Manila. In Marawi führen wir zudem unsere Aufklärungsaktivitäten fort und unterstützen die Teams, die sich auf Gemeindeebene um die Kontaktketten kümmern.
•    Tadschikistan: Wir haben in unserem Tuberkuloseprojekt vorbeugende Covid-19-Maßnahmen eingeführt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.
•    Usbekistan: Ärzte ohne Grenzen unterstützt in allen basismedizinischen Einrichtungen Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle.

Europa

•    Belgien (fast beendet): Ein mobiles Team setzt die Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle in Unterkünften für Migrant*innen und Obdachlose in Brüssel fort. Auch unsere Lobbyarbeit für einen verbesserten Betrieb der Pflegeheime im Fall einer zweiten Covid-19-Welle hält an.
•    Frankreich (beendet)
•    Griechenland: In Athen kooperieren wir mit einer Universitätsklinik und stellen psychologische Hilfe für medizinisches Personal, Covid-19-Patient*innen und ihre Angehörigen zur Verfügung. Zudem spenden wir persönliche Schutzausrüstung, wie Handschuhe, Masken oder Desinfektionsmaterial an bedürftige Gruppen, wie ältere Menschen, Geflüchtete, Obdachlose oder psychisch kranke Personen.
•    Großbritannien (beendet)
•    Italien: Unsere Projekte in den Regionen Lodi und Marche sowie in der Lombardei, Piemont und Ligurien sind eingestellt. In Rom haben wir Gemeindegesundheitskomitees gegründet, um das Covid-19-Überwachungssystem in einigen marginalisierten städtischen Vierteln zu stärken. Außerdem betreiben wir eine telefonische Hotline zur Covid-19-Aufklärung. Auf Sizilien unterstützen wir die epidemiologischen Überwachungssysteme in den Provinzen Katanien und Enna und bieten Trainingskurse zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle in Palermo an.
•    Niederlande (beendet)
•    Norwegen (beendet)
•    Portugal (beendet)
•    Russland: Für Ende Juli ist geplant, dass nationale Pflegekräfte in der nördlichen Region Arkhangelsk über Covid-19-Vorsichtsmaßnahmen aufklären. Das dafür verwendete Informationsmaterial hat Ärzte ohne Grenzen erstellt.
•    Schweiz (beendet)
•    Spanien: Ärzte ohne Grenzen arbeitet an zwei Berichten, die sich auf die ambulante Versorgung älterer Menschen und den Schutz von medizinischem Fachpersonal konzentrieren. Sie werden voraussichtlich Anfang August veröffentlicht.
•    Ukraine: Unsere Teams unterstützen das Gesundheitsministerium bei der Bekämpfung von Covid-19 in den Regionen Donetsk und Zhytomyr. Im Bezirk Mariinka, Region Donetsk, testet ein mobiles Team Covid-19-Verdachtsfälle und versorgt Patient*innen, die milde Symptome aufweisen. Zudem leisten wir dort psychologische Hilfe per Telefon. In der Region Zhytomyr unterstützen wir das medizinische Personal durch Trainingskurse. Auch hier betreiben wir eine telefonische Hotline, um Gesundheitspersonal und Covid-19-Patient*innen psychologisch zu betreuen.

Lateinamerika

•    Argentinien: Mehrere Gesundheitsbehörden erhalten von uns technische Unterstützung für die Erarbeitung von Protokollen, bei der Infektionsvorbeugung oder für Kontrollmaßnahmen in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeheimen.
•    Brasilien:  Im Amazonasgebiet unterstützt Ärzte ohne Grenzen Covid-19-Aktivitäten in den Städten São Gabriel da Cachoeira und Tefé. In Sao Paulo haben wir im Krankenhaus Tide Setubal eine Intensiveinheit für Covid-19-Fälle eingerichtet. Im Bundesstaat Roraima betreuen unsere Teams in Boa Vista ebenfalls eine Intensiveinheit und eine Station für moderate und schwierige Covid-19-Fälle. Zudem leisten wir Gesundheitsaufklärung in informellen Unterkünften für Migrant*innen und Geflüchtete aus Venezuela.
•     Ecuador: Der Fokus unserer Aktivitäten liegt jetzt im Nordwesten des Landes, in der Provinz Esmeraldas, wo die Fallzahlen schnell steigen. Zudem haben uns die Behörden von Quito gebeten, in Pflegeheimen zu helfen. Erste Erkundungen haben einen dringenden Bedarf ergeben.
•    El Salvador: Unsere regulären Aktivitäten passen wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium an die Coronavirus-Ausbreitung an.
•    Haiti: In Port-au-Prince fokussieren sich unsere Teams auf das Covid-19-Behandlungszentrum in Cité Soleil und auf das Krankenhaus im Viertel Martissant. Zudem unterstützen sie das Krankenhaus Chancrelles in Cité Soleil, das Gesundheitszentrum Saint Michel in Martissant und das Universitätskrankenhaus. In mehreren Stadtvierteln laufen zudem Aufklärungsaktivitäten. Im Süden des Landes unterstützen die Teams drei Kliniken.
•    Honduras: In der Hauptstadt Tegucigalpa versorgt Ärzte ohne Grenzen Covid-19-Patient*innen mit schweren Krankheitsverläufen.
•    Kolumbien: Wir kooperieren eng mit den Gesundheitsbehörden in den Provinzen Norte Santander und Tumaco, um auf den Ausbruch von Covid-19 zu reagieren: Wir leisten medizinische und psychologische Hilfe und beteiligen uns an Aufklärungsaktivitäten.
•    Mexiko: Zahlreiche Unterkünfte für Migrant*innen in Mexico-Stadt und anderen Städten haben wir besucht und Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle eingeführt. In den Städten Matamoros und Reynosa behandeln die Teams in zwei Zentren milde und schwere Covid-19-Fälle. Zudem betreuen sie eine psychologische Telefon-Hotline. In der Grenzstadt Nuevo Laredo führen wir in allen Unterkünften mit mehr als 200 Migrant*innen Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle ein.
•    Venezuela: In Caracas arbeitet Ärzte ohne Grenzen im Krankenhaus Pérez de León: Die Teams haben die Infrastruktur saniert, den Patient*innenfluss verbessert, Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle eingeführt und das Personal für die Versorgung von Covid-19-Patient*innen trainiert.

Nordamerika

•    USA: Als Reaktion auf den Ausbruch der Covid-19-Pandemie arbeiten wir landesweit mit den Behörden und Partnerorganisationen zusammen, um bedürftige Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.  In New York konzentrieren wir uns vor allem auf Risikogruppen, wie Obdachlose oder Migrant*innen. Im Bundesstaat Michigan kooperieren wir mit den Behörden, um herauszufinden, welche Pflegeheime Hilfe benötigen. In Florida geht es darum, die ausländischen Landarbeiter*innen aufzuklären und bei Bedarf zu testen. In den südwestlichen Bundesstaaten New Mexico und Arizona liegt der Fokus auf Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle in medizinischen und nicht-medizinischen Einrichtungen. In Puerto Rico haben wir Schutzmaterial an 21 Einrichtungen verteilt und Trainings zum Selbst- und Fremdschutz gehalten.

Mittlerer und Naher Osten

•    Irak: In Bagdad unterstützen wir zwei Krankenhäuser und versorgen Covid-19-Patient*innen. In Mossul behandeln unsere Teams Erkrankte mit milden und moderaten Symptomen, in Erbil und Dohuk stellen sie technische und logistische Hilfe zur Verfügung und bieten Trainingskurse an. In der Provinz Kirkuk liegt der Fokus auf der Betreuung eines Isolier- und Behandlungszentrums. In den regulären Projekten in den Provinzen Ninewa, Diyala, Kirkuk und Bagdad verstärken die Teams die Infektions- und Präventionskontrolle.
•    Jemen: Für unsere Projekte in den 13 Bundesstaaten haben wir Covid-19-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter*innen und Patient*innen eingeführt. In Sanaa unterstützen wir zudem zwei Covid-19-Behandlungszentren, in Aden sind wir im al- Gamhuriah-Krankenhaus aktiv. In der Provinz Hadscha liegt der Fokus auf der Infektionsprävention in Krankenhäusern. Zudem haben wir im Krankenhaus al-Gumhouri eine Isolierstation aufgebaut. Im Bundesstaat Ibb unterstützen die Teams ein Covid-19-Behandlungszentrum in al-Sahul und leisten technische Hilfe. Im Bundesstaat Marib liegt der Schwerpunkt auf Covid-19-Trainings für Gesundheitspersonal.
 •    Jordanien: Im Flüchtlingslager Zataari ist der Bau des Covid-19-Behandlungszentrums abgeschlossen. Unser Team steht auf Abruf bereit. Die epidemiologische Überwachung läuft weiter.
•    Libanon: In Zahle hat Ärzte ohne Grenzen eine pädiatrische Covid-19-Intensivstation vor dem Elias Hraoui Krankenhaus aufgebaut. Landesweit sind die Teams aktiv, um die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen aufzuklären. Zudem schulen wir Busfahrer*innen, Sicherheitspersonal und gemeindebasierte Organisationen, wie sie das Risiko einer Covid-19-Infektion verringern können. Unsere Teams unterstützen auch landesweit Kliniken mit logistischer Hilfe und medizinischen Lieferungen. Außerdem unterstützt ein Team das Gesundheitsministerium dabei, eine Covid-19-Teststrategie zu erarbeiten.
•    Libyen: Ärzte ohne Grenzen hat an allen Projektstandorten Covid-19-Trainingskurse für medizinisches Fachpersonal abgehalten. Zudem haben wir unsere Aktivitäten zur Infektionsvorbeugung und -kontrolle in Haftanstalten verstärkt.
•    Palästinensische Autonomiegebiete: Unsere Teams sind in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden der Städte Gaza und Ramallah sowie mit der Weltgesundheitsorganisation. Im Westjordanland läuft in Hebron eine Telefonhotline, um Covid-19-Patient*innen und ihre Familien sowie medizinische Fachkräfte psychologisch zu betreuen.
•    Syrien: Ärzte ohne Grenzen ist Mitglied der Covid-19-Einsatzgruppe unter Vorsitz der lokalen Gesundheitsbehörden Nordost-Syriens. Wir haben unsere Aktivitäten im al-Hasaka-Krankenhaus wegen geringer Fallzahlen übergeben, stehen aber weiterhin auf Abruf bereit. Nach den ersten Covid-19-Fällen im nordwestlich gelegenen Aleppo im Juli ist unser Team im Behandlungszentrum in Idlib verstärkt worden. In anderen Krankenhäusern und Gesundheitszentren im Nordwesten des Landes haben wir die Vorsichtsmaßnahmen ausgebaut, zusätzliches Personal ermöglicht und Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt.

Stand: 21.7.2020