Im Überblick: Unsere aktuellen Aktivitäten gegen Covid-19

In unserer interaktiven Karte können Sie durch Klick auf das jeweilige Land mehr über unsere Hilfe vor Ort erfahren.

Die Coronavirus-Pandemie bringt weltweit Gesundheitssysteme an ihre Grenzen. Wir versuchen, die Ausbreitung des Virus nach unseren Möglichkeiten einzudämmen, und helfen schon jetzt in mehr als 70 Ländern Menschen im Kampf gegen Covid-19. Wir beraten Behörden, errichten Gesundheitszentren und unterstützen besonders bedürftige Gruppen wie Obdachlose, alte Menschen und Geflüchtete. Hier finden Sie einen aktuellen Überblick unserer Aktivitäten:

Unsere Arbeit in Deutschland

Unsere Arbeit in Afrika

Unsere Arbeit in Asien

Unsere Arbeit in Europa

Unsere Arbeit in Lateinamerika

Unsere Arbeit in Nordamerika

Unsere Arbeit im Mittleren und Nahen Osten

Deutschland

In Deutschland unterstützen wir verschiedene Einrichtungen mit unserer Expertise. Dabei konzentrieren wir uns auf Menschen, die in prekären Situationen leben und besonders schutzbedürftig sind, wie zum Beispiel Obdachlose, Geflüchtete, Menschen ohne Papiere oder ohne Krankenversicherung.

Unterstützung in Halberstadt/Sachsen-Anhalt

Nachdem in der Zentralen Annahmestelle für Asylsuchende des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) in Halberstadt mehrere Bewohner*innen positiv auf Covid-19 getestet und die gesamte Einrichtung vom zuständigen Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurde, bat uns die Landesregierung um Unterstützung. Wir halfen vom 20.04. – 08.05.2020 mit einem kleinen Team bei der Gesundheitsaufklärung und Kommunikation zu den laufenden Maßnahmen in der ZASt. Zudem unterstützten wir die psychosoziale Versorgung und boten psychologische Hilfe an. Unser Team hinterließ der ZASt eine detaillierte Aufstellung der Problematik, einschließlich konkreter Empfehlungen, wie vor allem die vorhandenen Struktur- und Kommunikationsdefizite verbessert werden können. (Stand 12.5.2020)

Allgemeines Beratungsangebot

Darüber hinaus beraten wir Vereine, Organisationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vertreter*innen staatlicher Institutionen und Träger, die mit Menschen in prekären Situationen arbeiten mit medizinischer, logistischer oder epidemiologischer Expertise. Beispielsweise konnten wir bereits die Berliner Tafeln sowie Einrichtungen der Diakonie Deutschland zu Infektionsprävention technisch beraten.

Wenn Ihre Organisation ebenfalls Unterstützung braucht, schicken Sie uns gerne Ihre Anfrage an COVID19-response(at)berlin.msf.org.

Medizinische Einzelfallhilfe, Sprechstunden am Telefon sowie Behandlung oder medizinische Beratung von Einzelpersonen können wir leider nicht leisten. Wenden Sie sich in diesen Fällen an Ihre*n Hausärztin oder die nächste Klinik.

Afrika

•    Burkina Faso: In Ouagadougou bauen wir ein Covid-19-Behandlungszentrum mit 50 Betten und trainieren 70 nationale Fachkräfte. Im Westen des Landes versorgen wir Covid-19-Erkrankte in einer Klinik in Bobo-Dioulasso, im Osten schulen wir Gesundheitspersonal. In Djibo, Kaya und Barsalogho bereiten wir Aktivitäten vor.
•    Demokratische Republik Kongo: In Kinshasa stocken wir mit einem großen Zelt die Kapazitäten des St.-Joseph- Krankenhauses auf und trainieren das Personal. In Masisi, Nord-Kivu, haben wir eine Isolierstation mit 20 Betten eingerichtet. In Goma und Lubumbashi bereiten wir die Unterstützung von je einem Covid-19-Behandlungszentrum vor. Zudem laufen umfangreiche Trainingsmaßnahmen für das nationale Personal.
•    Elfenbeinküste: In Abidjan behandeln wir Patient*innen mit milden Formen von Covid-19.  Zudem haben wir an unseren Projektstandorten in Abidjan und Bouake eine Million Stoffmasken an die Bevölkerung verteilt.
•    Eswatini: Wir beraten die Behörden zum Infektionsschutz und zur Versorgung von Menschen, die an HIV und Tuberkulose erkrankt sind und eine Hochrisikogruppe für die Infektion mit dem Coronavirus darstellen. Zudem klären wir über Gesundheitsfragen auf.
•    Guinea: Im Krankenhaus in Kouroussa bauen wir eine Isolierstation mit acht Betten auf.
•    Guinea-Bissau: Wir haben Schulungen zur klinischen Versorgung sowie zur Infektionsprävention und -kontrolle für Mitarbeiter*innen von Gesundheitsbehörden, Zivilschutz und Polizei abgehalten.
•    Kamerun: In Jaunde behandeln wir Covid-19-Patient*innen in einer Klinik und helfen im Allgemeinen Krankenhaus. Wir unterstützen auch Kliniken in Bamenda, Buea, Kumba, Muyuka, Mamfe und Widikum. Zudem schulen wir medizinisches und logistisches Personal, u. a. in Douala.
•    Kenia: Unsere Teams leisten Hilfe in Kliniken in Nairobi sowie in den Bezirken Kiambu, Dadaab und Mombasa. Im größten Slum von Nairobi, Kibera, testen wir mögliche Covid-19-Erkrankte und leiten sie bei Bedarf an ein Krankenhaus weiter. Im Flüchtlingslager in Dadaab haben wir eine Isolierstation aufgebaut.
•    Liberia: Unsere Hygiene-Aufklärungskampagne in Monrovia ist nach vier Wochen beendet. Wir leisten weiterhin technische Hilfe für ein Covid-19-Behandlungszentrum und setzen die psychologische Hilfe per Telefon fort.
•    Libyen: Wir geben Schulungen über Infektionskontrolle und Fallmanagement für Krankenpflegepersonal und Ärzt*innen in Krankenhäusern in Tripolis. Teams schulen medizinisches Personal in Zliten, Misrata, Khoms, Yefren und Bani Walid und verstärken die IPC-Maßnahmen in Gefangenenlagern, darunter die Einrichtung von Handwaschstellen, die Verteilung von Seifen und Stoffmasken und die Gesundheitsförderung bei Migrant*innen und geflüchteten Menschen sowie die Bewachung der Gefangenenlager.
•    Malawi: In all unseren Projekten haben wir umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.
•    Mali: 20 Mitarbeiter*innen von Ärzte ohne Grenzen  leisten Hilfe auf einer Covid-19-Station in Bamako. Zudem unterstützen wir zwei weitere Krankenhäuser in der Stadt. Im Zentrum und Norden des Landes schulen wir das Personal diverser Kliniken und Krankenhäuser.
•    Mosambik: In allen Projekten integrieren wir aktiv die Überwachung von möglichen Covid-19-Fällen und fokussieren uns dabei vor allem auf Hochrisikogruppen. Zudem unterstützen wir das größte Covid-19-Krankenhaus in Maputo und bauen in Pemba ein Isolierzentrum auf.
•    Niger: In Niamey bauen wir ein Behandlungszentrum und passen unsere Maßnahmen zur Infektionsprävention in unserem Kinderkrankenhaus in Magaria an.
•    Nigeria: In sieben Bundesstaaten des Landes geben wir den Behörden technische Unterstützung beim Aufbau von Isolierzentren für Patient*innen mit Verdacht auf Covid-19. Zudem leisten wir Aufklärungsarbeit in Gemeinden und helfen bei der Identifizierung von Kontaktketten.
•    Senegal: Im nördlichen Stadtteil von Dakar schulen wir das Personal eines Krankenhauses. Zudem haben wir erste Aktivitäten im Bezirk Guediawaye gestartet und helfen in einem Covid-19-Behandlungszentrum in Dakar.
•    Sierra Leone: Unsere Teams unterstützen die Behörden in Freetown dabei, ein Behandlungszentrum mit 120 Betten zu bauen. Auch in Kenema sind wir dabei, ein Covid-19-Behandlungszentrum zu eröffnen. Unsere Projekte in Gorama Mende und Wandor spenden Material zur Infektionsprävention und -kontrolle.
•    Simbabwe: Wir unterstützen u. a. die Betreuung von Covid-19-Patient*innen und erweitern die Betten-Kapazitäten in unseren Einrichtungen. Zudem haben wir umfangreiche Schulungen für 415 Gesundheitshelfer*innen abgehalten.
•    Somalia und Somaliland: In all unseren Projekten haben wir umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeführt, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. In Hargeisa unterstützen wir die Behörden dabei, ein Isolierzentrum aufzubauen.
•    Südafrika: In den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal und Western Cape unterstützen wir die Behörden dabei, Kontakte nachzuverfolgen.. Zudem erstellen wir in Kliniken Pläne für Triage, Isolation und Behandlungsmaßnahmen. In der Stadt Tshwane betreuen wir Obdachlose und Asylsuchende, in Johannesburg ist ein mobiles Team in drei Obdachlosenzentren tätig.
•    Sudan: Wir schulen das Personal von Krankenhäusern in Khartum zu Themen wie Infektionsprävention und -kontrolle. In allen Projekten bereiten wir uns auf die Versorgung von Covid-19-Erkrankten vor. Im Omdurman-Lehrkrankenhaus unterstützen wir mit 60 Mitarbeiter*innen die Behörden, in den Bundesstaaten Ost-Darfur und Süd-Kordofan helfen wir beim Aufbau und Betrieb von Isolierstationen.
•    Südsudan: Wir schulen Gesundheitspersonal zu Themen wie Infektionsprävention und -kontrolle sowie Triage. Zudem bereiten wir uns in allen Projekten darauf vor, Patient*innen mit Covid-19 zu behandeln. In Juba bauen wir Handwaschstationen auf.
•    Tansania: Im Flüchtlingslager Nduta errichten wir für Covid-19-Verdachtsfälle vier Isolierstationen in jeder Klinik sowie eine zentrale Isolierstation im Krankenhaus. 116 unserer Mitarbeiter*innen sind für die Versorgung von Covid-19-Erkrankten geschult worden.
•    Zentralafrikanische Republik: Wir kooperieren mit den Behörden in Bangui, um einen nationalen Katastrophenplan für die Isolation und Behandlung von Covid-19-Patient*innen zu erstellen. Zudem verstärken wir unsere Aufklärungsmaßnahmen und bauen in unseren Kliniken Handwaschstationen auf.

Asien

•    Bangladesch: Im Flüchtlingslager in Cox´s Bazar haben wir Wartebereiche für Covid-19-Verdachtsfälle eingerichtet. In unseren Kliniken gibt es jetzt Stationen für Covid-19-Patient*innen und Isolierräume.
•    Hongkong: Für gefährdete Gruppen leisten wir Aufklärungsarbeit und psychosoziale Unterstützung.
•    Indonesien: In Jakarta und in zwei Unterbezirken der Provinz Banten laufen Aktivitäten zur Gesundheitsaufklärung. Zudem unterstützen wir Kliniken in den Unterbezirken Labuan und Carita dabei, die Versorgung von Covid-19-Erkrankten zu verbessern.
•    Japan: Ein Ausbruch von Covid-19 unter Besatzungsmitgliedern eines Kreuzfahrtschiffes, das wegen Reparaturen in Nagasaki angedockt war, führte dazu, dass 149 von 623 Mitarbeitenden an Bord positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden. Wir haben dort ein Team aus einem Arzt und zwei Krankenpflegenden, die an Land medizinische Hilfe leisten. Das Team beurteilt die Patient*innen und hilft bei der Überweisung an weitere Gesundheitseinrichtungen, je nach Zustand der Patient*innen und der Dringlichkeit der medizinischen Versorgung.
•    Kambodscha: Unser Team kooperiert mit den Behörden, um nationale Richtlinien für die Infektionskontrolle und -vorbeugung sowie die klinische Behandlung von Covid-19-Fällen zu entwickeln.
•    Kirgisistan: Wir beraten die Regierung im Krisenmanagement und statten die Behörden u.a. mit Schutzausrüstung aus.
•    Malaysia: Den zuständigen Behörden haben wir Unterstützung angeboten und leisten Aufklärungsarbeit.
•    Papua-Neuguinea: Wir leisten technische Hilfe, damit die Behörden auf einen Covid-19-Ausbruch reagieren können.
•    Philippinen: In Manila unterstützen wir unsere Partnerorganisation bei der Covid-19-Gesundheitsaufklärung. In Marawi informieren wir gefährdete Bevölkerungsgruppen.
•    Tadschikistan: Wir haben eine Broschüre zur Gesundheitsinformation über Tuberkulose und Covid entwickelt und das Dokument dem Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt, um die Verbreitung genauer Informationen zu gewährleisten. In Duschanbe arbeiten wir mit Tuberkulosepatient*innen, ihren Familien und ihren Gemeinden zusammen, um zu erklären, wie die Übertragung und Ansteckung mit Covid-19 verhindert werden kann.
•    Usbekistan: Aufklärungsprogramme haben wir gestartet, die sich insbesondere an Tuberkulose-Patient*innen in der Region Karakalpakstan richten.

Europa

•    Belgien: Mit mehr als 100 Mitarbeiter*innen unterstützen wir Pflegeheime und kümmern uns um besonders schutzbedürftige Gruppen wie Obdachlose und Migrant*innen ohne Papiere. Neun mobile Teams haben bislang 95 Pflegeheime in Brüssel, Flandern und Wallonien besucht: Sie leisten dort psychologische Hilfe und unterstützen die Ermittlung von Infizierten, um Covid-19-Patient*innen zu isolieren. Für schutzbedürftige Gruppen betreuen wir zudem ein medizinisches Isolierzentrum mit bis zu 150 Betten in Brüssel.
•    Frankreich: Wir betreuen mobile Kliniken und unterstützen Coronavirus-Tests für Obdachlose und Migrant*innen in Paris und der Ile de France. Zudem leisten wir medizinische Hilfe in zwei Covid-19-Zentren für Obdachlose und Migrant*innen südlich und nördlich von Paris (Châtenay-Malabry, Aulnay-sous-Bois) sowie im Krankenhaus Mondor in Crétail.  In Marseille unterstützen wir eine Klinik.
•    Griechenland: In den Flüchtlingslagern  auf Lesbos und Samos unterstützen wir die Gesundheitsaufklärung. In Lesbos haben wir einen Notfallplan für das Lager Moria entwickelt, dessen Evakuierung wir gefordert haben. Neben dem Schutz unseres medizinischen Personals haben wir auch die Versorgung mit sauberem Wasser und sanitären Anlagen ausgebaut.
•    Großbritannien: Unsere Teams leisten pflegerische und logistische Hilfe für das Covid-19-Zentrum in London.
•    Italien: Rund 50 unserer Mitarbeiter*innen unterstützen in der Lombardei u.a. drei Krankenhäuser bei der Eindämmung der Pandemie. In der Region Marken haben wir unsere Aktivitäten verstärkt. Wir arbeiten dort in 30 Pflegeheimen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.  In Rom leisten wir medizinische Nothilfe in einem Gebäude, in dem rund 500 afrikanische Flüchtlinge leben.
•    Niederlande: Wir bieten psychologische Schulungen für medizinisches Personal im Covid-19-Einsatz an.
•    Norwegen: Die Unterstützung für ein besonders stark belastetes Krankenhaus bei der Infektionsvorbeugung und -kontrolle haben wir erfolgreich beendet.
•    Portugal: Unsere Teams unterstützen Pflegeheime, indem sie die Behörden und das Management dabei unterstützen, Personal zu schulen und Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle einzuführen.
•    Schweiz: Das Genfer Universitätsklinikum (HUG) unterstützen wir mit fachlichem Know-how. Wir haben ein mobiles medizinisches Einsatzteam zusammengestellt, um Menschen mit Covid-19 zu Hause zu versorgen, die die Kriterien für die Krankenhauseinweisung nicht erfüllen. Wir beraten Sozialarbeiter*innen zu Infektionsschutzmaßnahmen und unterstützen besonders gefährdete Gruppen wie Obdachlose und Migrant*innen. Auch in Lausanne unterstützen wir bei der Infektionskontrolle und Gesundheitsberatung.
•    Spanien: Im von der Coronavirus-Pandemie zunächst besonders hart getroffenen Spanien haben wir die Menschen mehr als zwei Monate in der kritischsten Phase des Ausbruchs unterstützt. Nun beenden wir unseren direkten Einsatz dort, stehen aber bei Bedarf für Beratung zur Verfügung. Unsere Teams haben bei der Planung von 30 und der Einrichtung von vier Krankenhaus-Einheiten mit insgesamt 360 Betten in Madrid und Barcelona geholfen. Wir haben Pflegeheime für ältere Menschen beraten und bei der Infektionsprävention aktiv geholfen. Außerdem boten wir - beispielsweise im Baskenland -, psychologische Hilfe für das Gesundheitspersonal an. (26.5.2020)
•    Ukraine: Wir haben ein Aufklärungsprogramm zur Eindämmung des Coronavirus gestartet und bieten psychologische Telefonberatung an.

Lateinamerika

•    Brasilien: Wir untersuchen obdachlose Menschen, Drogengebraucher*innen und andere gefährdete Gruppen auf das Coronavirus in São Paulo und Rio de Janeiro. In Manaus schulen wir lokales Gesundheitspersonal, und in Boa Vista, Bundesstaat Roraima, leisten die Teams Gesundheitsaufklärung in informellen Unterkünften für Migrant*innen und Geflüchtete aus Venezuela.
•    El Salvador: Unsere regulären Aktivitäten passen wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium an die Coronavirus-Ausbreitung an.
•    Haiti: In Port-au-Prince fokussieren sich unsere Teams im Krankenhaus in Martissant auf die Versorgung von Covid-19-Verdachtsfällen. Im Süden des Landes unterstützen sie zwei Kliniken beim Aufbau einer Isolierstation und trainieren medizinisches Personal.
•    Mexiko: Wir bauen die medizinische Versorgung im Flüchtlingslager in Matamoros aus, in dem 2.000 Asylsuchende leben. Die Versorgung von positiven Covid-19-Fällen oder Verdachtsfällen im Camp in Nuevo Laredo läuft in Kooperation mit den Behörden.

Nordamerika

•    USA: Unsere Teams haben mehr als 80 Handwaschstationen an Obdachlosenzentren und Suppenküchen in New York verteilt. Sie unterstützen die Behörden zudem bei Maßnahmen der Infektionsvorbeugung und -kontrolle für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zudem verteilen sie landesweit Informationsmaterial zur Vorbeugung von Covid-19 an Zentren für Obdachlose und Migrant*innen.

Mittlerer und Naher Osten

•    Afghanistan: Ein Team von 16 Mitarbeiter*innen ist Ende April in Kabul eingetroffen, um die Covid-19-Aktivitäten zu unterstützen. In Herat betreuen wir Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle. Zudem laufen in all unseren Projekten Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu unterbinden.
•    Irak: In Bagdad unterstützen wir die Arbeit eines Covid-19-Zentrums. In Mossul haben wir ein Krankenhausgebäude zur Isolierstation umgerüstet. In einem weiteren Krankenhaus in Mossul, das als zentrale Anlaufstelle für Covid-19-Patient*innen genutzt wird, errichten wir ein Isolierzentrum mit zurzeit 26 Räumen. In Erbil leisten wir logistische und technische Hilfe für Kliniken und schulen das Personal.
•    Iran: Wir haben ein Notfallteam und ein aufblasbares Behandlungszentrum mit 50 Betten entsendet. Das Behandlungszentrum sollte in Isfahan, der am zweitstärksten vom Coronavirus betroffenen Provinz des Landes, zum Einsatz kommen und die Behandlungskapazität für Schwerkranke erhöhen. Die Notwendigkeit unseres Einsatzes und die erforderlichen Genehmigungen wurden zuvor mit den zuständigen Behörden diskutiert und vereinbart. Nach Ankunft unseres Teams und des Materials verkündeten Mitarbeiter*innen des iranischen Gesundheitsministeriums überraschend, dass die Genehmigung für unseren Einsatz vor Ort aufgehoben wurde, da das Land keine zusätzlichen Behandlungskapazitäten benötige. Wir sind nach wie vor bereit, unser Notfallteam und unsere Behandlungskapazitäten andernorts im Iran oder in anderen Ländern der Region einzusetzen, wo der Bedarf durch die Coronavirus-Pandemie enorm ist.
•    Jemen: Wir haben für unsere Projekte in den 13 Bundesstaaten im Jemen Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter*innen und Patient*innen eingeführt. In Aden und Sanaa unterstützen wir je ein Covid-19-Behandlungszentrum und in Aden zusätzlich den Aufbau einer Isolierstation. In der Provinz Hadscha helfen wir zwei Krankenhäusern bei der Infektionsprävention und haben in einem Krankenhaus eine Isolierstation aufgebaut. Im Bundesstaat Ibb unterstützen wir ein Covid-19-Behandlungszentrum und halten in verschiedenen Krankenhäusern Schulungen ab.
 •    Jordanien: In Irbid und Ramtha beliefern wir Patient*innen, für die eine Ausgangssperre gilt, mit Medikamenten. Unser Krankenhaus in Amman wird umgebaut, sodass es bei Bedarf als Covid-19-Behandlungszentrum genutzt werden kann. Wir evaluieren die Lage im Flüchtlingslager Zataari und werden aktiv, sobald die Behörden mehr Unterstützung brauchen.
•    Libanon: In einem Krankenhaus in Zahle, in dem wir eine Kinderstation betreiben, helfen wir bei der Triage. Dafür haben wir eine pädiatrische Covid-19-Intensivstation vor der Klinik aufgebaut. Landesweit sind die Teams aktiv, um die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen aufzuklären.
•    Palästinensische Autonomiegebiete: Unsere Teams sind in engem Kontakt mit den Behörden in den Städten Gaza und Ramallah, um auf die Ausbreitung von Covid-19 reagieren zu können. In Hebron, Westjordanland, haben wir eine Hotline eingerichtet, um psychologische Hilfe zu leisten.
•    Pakistan: In Timurgara untersuchen wir täglich mehr als 1.000 Menschen auf Covid-19-Symptome. Zudem betreuen wir eine Isolierstation mit 15 Betten. In allen Projekten landesweit laufen umfassende Aufklärungsaktivitäten zum Infektionsschutz.
•    Syrien: Wir unterstützen das Krankenhaus in Idlib mit einer Isolierstation, schulen das Personal und liefern medizinisches und logistisches Material.. In Azaz haben wir ein Triage-Zelt errichtet. In Atmeh bereiten wir eine Isolierstation vor und schulen das Personal. In den Vertriebenencamps im Gebiet Deir Hassan arbeiten zwei mobile Teams. Zudem haben wir Tausende Hygienekits an die Menschen verteilt.

Stand: 26.5.2020