Jemen

Cholera-Epidemie droht außer Kontrolle zu geraten - Video

Die Cholera-Epidemie im Jemen hat sich in fast allen Provinzen des Landes ausgebreitet. Da Trinkwasser fehlt und die hygienischen Bedingungen schlecht sind, drohen immer mehr Menschen zu erkranken. Unsere Teams haben die Hilfe weiter ausgebaut und bislang mehr als 41.000 Patientinnen und Patienten behandelt.

Unser Video über die Cholera-Epidemie im Jemen stammt von Ende Mai 2017. Inzwischen hat sich der Ausbruch ausgeweitet: Die Weltgesundheitsorganisation und nationale Gesundheitsbehörden melden mehr als 151.000 Cholera-Verdachtsfälle (Stand: 17. Juni 2017). 1.054 Menschen sind gestorben. Seit Anfang April gab es in rasantem Tempo immer mehr Ansteckungsfälle. Unsere Teams haben seitdem mehr als 41.400 Patienten mit Cholera und akutem wässrigem Durchfall behandelt - rund 17.000 von ihnen allein in den vergangenen zwei Wochen. Im Kampf gegen die Cholera-Epidemie im Jemen betreiben wir derzeit neun Cholera-Behandlungszentren, sieben Cholera-Behandlungseinheiten sowie zwei Stabilisierungseinheiten in neun Provinzen des Landes. Diese Hilfe werden wir weiter ausbauen, um noch mehr Patienten zu versorgen.

Cholera-Epidemie im Jemen - die Ursachen

„Die schnelle Ausbreitung ist sehr alarmierend”, sagt Ghassan Abou Chaar, unser Landeskoordinator im Jemen. „Schon vor dem Ausbruch der Cholera-Epidemie im Jemen war der Bedarf an medizinischer Versorgung riesig.“ Durch den anhaltenden Konflikt ist das Gesundheitssystem so gut wie kollabiert. Besonders für die Menschen in entlegenen Regionen ist es schwierig, rechtzeitig eine funktionierende Gesundheitseinrichtung zu erreichen. Neben der medizinischen Arbeit helfen wir auch dabei, die Ursachen der Krankheit zu bekämpfen. Wir informieren über Ansteckungswege und Präventionsmaßnahmen und bilden lokales Gesundheitspersonal weiter. Zudem planen wir, Hygiene-Kits zu verteilen und den Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern, um so die Cholera-Epidemie im Jemen unter Kontrolle zu bringen.

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