Irak

"Wir können dort nicht länger leben" – Hilfe für Syrer auf dem Weg in den Irak

Rund 60.000 syrische Flüchtlinge haben die Grenze in den Irak passiert, seit diese Mitte August nach dreimonatiger Schließung wieder geöffnet wurde - am Tag der Öffnung waren es 7.000 Menschen. In den vergangenen vier Wochen kamen täglich 800 Syrer über die Grenze in den kurdischen Teil des Iraks. Die meisten von ihnen erreichen die Grenze nach einem langen Fußmarsch in größter Hitze, der durch ein Wüstental führt. Sie haben ihr Hab und Gut zurückgelassen und auch Familienmitglieder.

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen (MSF) betreuen auf beiden Seiten der Grenze Gesundheitsposten, wo sie u.a. medizinische Behandlungen für die Flüchtlinge anbieten, die auf den Transfer in die verschiedenen Übergangslager warten. Zurzeit werden solche in den Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymanya eingerichtet. Der Arzt und Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Dr. Tankred Stöbe, beschreibt die Lage der ankommenden Menschen und die Hilfe, die sie bekommen.