Kein Geld für neue HIV/Aids-Programme

Welt-Aids-Tag 2011

Das Jahr 2011 hätte zu einem Wendepunkt bei der Bekämpfung von HIV/Aids werden können – aber jetzt drohen sogar große Rückschritte: Ärzte ohne Grenzen warnt davor, dass die Finanznot beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria schwerwiegende Auswirkungen auf Millionen HIV-Patienten haben wird. Für neue HIV/Aids-Programme ist kein Geld da, weil mehrere Geberländer im Zuge der Finanzkrise ihre Zusagen nicht einhalten – und einige Länder haben sogar Probleme, die bestehenden Programme fortzusetzen. Tausende HIV-Patienten besonders im südlichen Afrika können deshalb vorerst keine lebensrettende Therapie erhalten. Einige von ihnen werden an den Folgen der Immunschwächekrankheit sterben, obwohl sie behandelt werden könnten.

Dabei haben neue wissenschaftliche Erkenntnisse gezeigt, dass eine frühzeitige Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten nicht nur den Einzelnen rettet, sondern auch die Ausbreitung der Epidemie deutlich hemmt. Ärzte ohne Grenzen behandelt derzeit 170.000 HIV-infizierte Patienten in 19 Ländern mit antiretroviralen Medikamenten. Besonders wichtig ist die Behandlung schwangerer Frauen, damit sie das Virus nicht auf ihre Kinder übertragen.

Auch zahlreiche Musiker unterstützen die HIV/Aids-Programme von Ärzte ohne Grenzen.

Pressemitteilung

Audio-Slideshow

Catherine ist HIV-positiv - kein Einzelschicksal in dem Armenviertel in Nairobi, in dem sie zu Hause ist. Vor acht Jahren verließ ihr Mann sie aus Angst vor Ansteckung, und sie konnte kaum ihre Kinder ernähren. Heute führt sie dank antiretroviraler Medikamente wieder ein normales Leben.

Video (In Englisch)

Positive Generation - Voices for an AIDS-free future (In Englisch)

Positive Generation ist ein Musikprojekt über die Herausforderung, mit HIV/Aids zu leben.