Statement zur Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds

Berlin, 4. Dezember 2013. Bei der gestrigen Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wurde das ausgegebene Ziel von 15 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre deutlich verfehlt. Deutschland  hat seinen Beitrag erneut nicht erhöht. Dazu erklärt Philipp Frisch, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland:

„Trotz teilweise deutlicher Beitragserhöhungen wichtiger Geberländer wie den USA und Großbritannien hat der Globale Fonds sein selbstgestecktes Ziel um 3 Milliarden US-Dollar verfehlt und kann für den Zeitraum von 2014 bis 2016 lediglich mit Zusagen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar rechnen. Daran trägt die Bundesregierung eine Mitschuld. Der Beitrag Deutschlands stagniert seit 2008 bei lediglich 200 Millionen Euro pro Jahr. Angemessen wäre ein Beitrag von mindestens 400 Millionen Euro jährlich.

Dadurch dass die Bundesregierung ihren Beitrag weiter nicht erhöht vergibt sie die Chance mehr Menschen eine lebenswichtige Behandlung gegen Tuberkulose oder HIV/Aids zu ermöglichen und so auch Neuinfektionen zu vermeiden. Gleichzeitig gefährdet die Haltung der Bundesregierung auch die Finanzierung anderer Geber, weil diese die vollständige Auszahlung ihrer Beiträge teilweise an das Erreichen des Gesamtfinanzierungsziels von 15 Milliarden US-Dollar gekoppelt haben.

Das ist vor allem für die Menschen, die von diesen Krankheiten betroffen sind eine schlechte Nachricht. Millionen von ihnen warten noch immer auf lebenswichtige Medikamente.“

Philipp Frisch ist unter 0163 8808 410 für Interviews zu erreichen.