Statement zu den Verhandlungen der intergouvernementalen Arbeitsgruppe für öffentliche Gesundheit, Innovation und geistiges Eigentum (IGWG) im November 2007

Statement intergouvernementalen AG

Vertreter von Gesundheitsministerien der in der Weltgesundheitsorganisation vertretenden Länder trafen sich Anfang November zur zweiten Verhandlungsrunde der intergouvernementalen Arbeitsgruppe für öffentliche Gesundheit, Innovation und geistiges Eigentum (IGWG) in Genf. Sie waren beauftragt, einen Aktionsplan zu entwickeln, der sicherstellt, dass neue medizinische Produkte entwickelt und die existierenden bezahlbar werden. Das Treffen wurde aus Zeitgründen nach sechs Verhandlungstagen vertagt und wird zu Beginn des Jahres 2008 fortgesetzt.

Michel Lotrowska von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen kommentiert das Ende des Treffens:

"Das Ermutigendste ist, dass die Regierungen beschlossen haben, dass es wie bisher nicht weitergehen kann. Sie sind offen dafür, sich mit komplett neuen Finanzierungskonzepten für die Entwicklung von medizinischen Produkten auseinander zu setzen, die dafür sorgen, dass die Früchte von Innovationen verfügbar für diejenigen gemacht wird, die sie am meisten benötigen. Ein Beispiel ist die Entscheidung, weiter über ein internationales Abkommen zu diskutieren, dass Forschung und Entwicklung zu Gesundheitsfragen regelt.

Die in Genf vertretenen Staaten drängen die Weltgesundheitsorganisation dazu, aktiver an der Lösung des Zugangsproblems zu Medikamenten zu arbeiten und sich bei der Debatte um geistige Eigentumsrechte für eine Ausrichtung an Gesundheitsbelangen auszurichten. Regierungen unternehmen Schritte, um die eigentlichen Gründe dafür anzugehen, dass die notwendigen Investitionen in Innovationen für Krankheiten, die die Ärmsten betreffen, nicht stattfinden."